Australien entlastet Sportsbet nach abgeschlossenen Geldwäsche-Reformen
Die australische Finanzaufsicht AUSTRAC bestätigt: Sportsbet hat alle geforderten Anti-Geldwäsche-Maßnahmen erfolgreich umgesetzt.

Die australische Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität, AUSTRAC (Australian Transaction Reports and Analysis Centre), hat dem Online-Wettanbieter Sportsbet am Freitag offiziell bescheinigt, alle geforderten Verbesserungen seiner Anti-Geldwäsche-Kontrollen abgeschlossen zu haben. Das Unternehmen, das sich selbst als Australiens größter Sportwettenanbieter bezeichnet, hatte vor zwei Jahren schwerwiegende Mängel in seinen Compliance-Systemen eingeräumt.
AUSTRAC hatte bereits 2024 eine sogenannte Sanierungszusage des Unternehmens akzeptiert. Zuvor hatte die Behörde erhebliche Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung geäußert. Die festgestellten Mängel betrafen konkret die Bereiche Risikobewertung, Kundenüberwachung sowie die Meldung verdächtiger Transaktionen.
„Sportsbet war verpflichtet, umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, um seine Systeme, Kontrollen und Governance zu verbessern", erklärte AUSTRAC-CEO Brendan Thomas in einer offiziellen Mitteilung. Er fügte hinzu, dass die gestellten Anforderungen nun vollständig erfüllt seien. Ein externer Prüfer bestätigte der Aufsichtsbehörde gegenüber, dass das Unternehmen die notwendigen Abhilfemaßnahmen tatsächlich umgesetzt hat.
Hintergrund: COVID-19 als Katalysator für den Online-Wettboom
Die Wurzeln des Falls reichen bis ins Jahr 2022 zurück. Damals ordnete AUSTRAC erstmals eine Prüfung von Sportsbet an – zu einem Zeitpunkt, als Online-Wetten in Australien einen starken Aufschwung erlebten. Physische Wettbüros waren infolge der COVID-19-Pandemie zur Schließung gezwungen worden, was zu einer massiven Verlagerung des Wettgeschäfts in den digitalen Bereich führte. Sportsbet gehört zum irisch-britischen Glücksspielkonzern Flutter Entertainment.
Der Fall verdeutlicht ein strukturelles Problem im Online-Glücksspielsektor: Transaktionen laufen schnell und mit begrenztem persönlichem Kontakt ab, was die Überwachung erschwert. AUSTRAC stuft den Glücksspielsektor generell als besonders anfällig für Geldwäscherisiken ein – insbesondere den Online-Bereich.
AUSTRAC behält den Glücksspielsektor im Visier
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Zur AktienanalyseTrotz der positiven Entwicklung bei Sportsbet machte AUSTRAC deutlich, dass die Aufsicht über den Glücksspielsektor nicht nachlässt. Die Behörde erklärte ausdrücklich, diesen Bereich weiterhin genau zu beobachten. Für Anleger und Marktteilnehmer im Glücksspielsektor ist dies ein klares Signal: Regulatorische Compliance bleibt ein zentrales Thema, das Unternehmen erhebliche Ressourcen und Aufmerksamkeit abverlangt.
Sportsbet selbst reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Der Abschluss des Sanierungsverfahrens markiert dennoch einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen und dürfte regulatorische Unsicherheiten rund um den Betrieb in Australien vorerst beseitigen.

