Australische Bergbauaktien steigen nach USA-Iran-Friedensabkommen stark
Ein vorläufiges Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran beflügelt den australischen Aktienmarkt – Goldaktien springen um bis zu 13% nach oben.

Der australische Aktienmarkt hat am Montag deutlich zugelegt, nachdem die USA und der Iran sich auf einen vorläufigen Friedensrahmen geeinigt haben. Der S&P/ASX 200 Index kletterte bis 00:39 Uhr GMT um 1,5% auf 8.928,50 Punkte und überschritt damit erstmals seit dem 22. April wieder die Marke von 8.900 Punkten. Damit setzt der Index seinen positiven Trend der Vorwoche fort, in der er bereits mehr als 2% zugelegt hatte.
Vertreter beider Länder erklärten, man habe sich auf einen Friedensrahmen geeinigt, um den Krieg zu beenden, die US-Blockade gegen den Iran einzustellen und die Straße von Hormus wieder freizugeben. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den Öltransport. Eine Wiederöffnung dieser kritischen Wasserstraße könnte die globalen Energiepreise erheblich senken.
Goldaktien als große Gewinner
Die Aussicht auf ein Ende des Konflikts beflügelte insbesondere die australischen Goldaktien massiv. Der entsprechende Subindex legte um rund 8% zu und stand damit vor seinem besten Handelstag seit über zwei Monaten. Der Goldproduzent Northern Star Resources verzeichnete einen Kursanstieg von 5,3%, während der Konkurrent Evolution Mining sogar um 9% nach oben schoss.
Besonders auffällig war die Performance des kleineren Unternehmens Vault Minerals, dessen Aktie um 13% in die Höhe sprang. Auslöser war eine Unternehmensankündigung, wonach Vault Minerals auf Kurs liegt, seine Produktionsziele für das Jahr 2026 zu erreichen. Damit profitierte das Unternehmen gleich von zwei positiven Impulsen gleichzeitig.
Auch der breitere Bergbau-Subindex zog kräftig an und stieg um 3,7%. Die Schwergewichte BHP und Rio Tinto, zwei der weltweit größten Bergbaukonzerne, legten um 3,1% beziehungsweise 1,6% zu. Beide Unternehmen sind an der australischen Börse stark gewichtet und haben damit maßgeblich zum Anstieg des Gesamtindex beigetragen.
Ölpreiseinbruch belastet Energietitel
Auf der Verliererseite standen hingegen die Energietitel. Der Ölpreis brach infolge der Friedensnachricht ein, da Marktteilnehmer eine baldige Wiederaufnahme der Öltransporte durch die Straße von Hormus einpreisten. Der Energiesektor-Subindex verlor in der Folge 2,5%.
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Zur AktienanalyseWoodside Energy, einer der größten australischen Öl- und Gasproduzenten, gab um 1,6% nach. Das Unternehmen sah sich zudem gezwungen, Gerüchte über eine mögliche Übernahme zu dementieren. Woodside erklärte, ihm sei kein Angebot des US-amerikanischen Energieriesen Exxon Mobil bekannt und man befinde sich nicht in Übernahmegesprächen.
Blick auf die RBA-Zinsentscheidung
Neben den geopolitischen Entwicklungen richten australische Anleger ihren Blick in dieser Woche auch auf die Zinsentscheidung der Reserve Bank of Australia (RBA). Nach einer Reihe schwacher heimischer Wirtschaftsdaten wird am Markt weitgehend damit gerechnet, dass die Zentralbank den Leitzins unverändert lassen wird. Die Hoffnung auf ein Ende des Straffungszyklus hatte bereits in der Vorwoche zur positiven Stimmung an der Börse beigetragen und bleibt ein wichtiger Faktor für die weitere Marktentwicklung.

