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Autohersteller prüfen Verkauf der Taxi-App FreeNow

Mercedes-Benz und BMW suchen Käufer für ihren Mobilitätsdienstleister

Autohersteller prüfen Verkauf der Taxi-App FreeNow

Die Automobilkonzerne Mercedes-Benz und BMW prüfen einen möglichen Verkauf der Taxi-App FreeNow. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg haben die beiden Unternehmen die Investmentbank Lazard damit beauftragt, potenzielle Käufer zu identifizieren und deren Interesse an einer Übernahme zu sondieren. Die Informationen stammen aus Insiderkreisen.

Beide Autobauer halten jeweils knapp 50 Prozent an FreeNow, das als Teil eines gemeinsamen Mobilitätsunternehmens 2019 gegründet wurde. Die Gespräche über den Verkauf sollen sich noch in einem frühen Stadium befinden. Eine Stellungnahme von Mercedes-Benz zu diesen Plänen konnte nicht eingeholt werden, während BMW sich zu dem Bericht nicht äußerte.

FreeNow vermittelt Fahrdienste über eine App und ist in mehreren europäischen Ländern aktiv. Das Unternehmen entstand im Zuge der strategischen Neuausrichtung von Mercedes-Benz und BMW im Bereich der Mobilitätsdienstleistungen. Neben FreeNow gehören weitere Services zu dem Gemeinschaftsunternehmen, das darauf abzielt, Alternativen zum klassischen Fahrzeugbesitz anzubieten.

Die Entscheidung, sich von FreeNow zu trennen, könnte im Zusammenhang mit veränderten Prioritäten der beiden Autobauer stehen. In den vergangenen Jahren haben sich Mercedes-Benz und BMW verstärkt auf die Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen sowie auf digitale Technologien konzentriert. Die Mobilitätsdienste, die einst als zukunftsweisendes Geschäftsfeld galten, haben sich als herausfordernd erwiesen, insbesondere aufgrund regulatorischer Hürden und intensiver Konkurrenz durch andere Fahrdienstvermittler.

Mit der Beauftragung der Investmentbank Lazard sollen nun mögliche Käufer gefunden werden. Ob und wann es zu einem Verkauf kommt, ist noch unklar. Der Mobilitätssektor befindet sich weiterhin im Wandel, und es bleibt abzuwarten, wie sich FreeNow künftig positionieren wird.

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