BaFin unter Cyberbeschuss: DDoS-Angriff legt Website lahm
Wiederholte Angriffe auf deutsche Institutionen werfen Fragen zur nationalen Cybersicherheit auf

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) steht seit Freitag unter einem massiven Cyberangriff. Die Behörde ist das jüngste Opfer einer Reihe von Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffen, die in diesem Jahr bereits mehrere deutsche Institutionen getroffen haben. Die BaFin-Website ist seit dem Angriff nur eingeschränkt oder gar nicht erreichbar, was die Kommunikation und Informationsbeschaffung für die Öffentlichkeit und die Finanzbranche erheblich beeinträchtigt.
Ein Sprecher der BaFin erklärte, dass die Server der Behörde durch den DDoS-Angriff überlastet seien. Bei solchen Angriffen wird ein Server mit einer Flut von Anfragen bombardiert, sodass er die Aufgaben nicht mehr bewältigen kann und im schlimmsten Fall zusammenbricht. Die IT-Abteilung der BaFin arbeitet intensiv an der Abwehr des Angriffs, der sich bisher nur auf den Internet-Auftritt der Behörde beschränkt. Es ist jedoch unklar, wann die Website wieder vollständig funktionsfähig sein wird.
Die BaFin ist nicht die erste deutsche Institution, die in diesem Jahr Ziel eines DDoS-Angriffs wurde. Bereits Anfang des Jahres waren die Internetauftritte mehrerer deutscher Flughäfen, darunter Dortmund, Düsseldorf, Hannover, Nürnberg und Erfurt-Weimar, durch ähnliche Angriffe vorübergehend lahmgelegt worden. Auch andere deutsche Behörden und Ministerien waren bereits im Fokus von Cyberangriffen. Im Mai 2022 legte die russische Hackergruppe "Killnet" die Websites des Verteidigungsministeriums, des Bundestags, der Bundespolizei und mehrerer Landespolizeibehörden zeitweise lahm. All diese Angriffe konnten jedoch erfolgreich abgewehrt werden.
Die BaFin hat bereits Sicherheitsvorkehrungen getroffen und Abwehrmaßnahmen eingeleitet, die laut eigenen Angaben auch greifen. Die Behörde arbeitet daran, die vollständige Erreichbarkeit ihrer Website wiederherzustellen, während der Angriff noch andauert. Alle anderen Systeme der BaFin sind nach Angaben der Finanzaufsicht uneingeschränkt funktionsfähig.
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Zur AktienanalyseDie wiederholten Cyberangriffe auf deutsche Institutionen werfen ernsthafte Fragen zur nationalen Cybersicherheit auf. Sie zeigen, wie verwundbar selbst hochsensible Bereiche wie die Finanzaufsicht und die Infrastruktur des Landes sind. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen die Bundesregierung ergreifen wird, um die digitale Sicherheit des Landes zu stärken und solche Angriffe in Zukunft zu verhindern.


