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Baltic Dry Index steigt nach dreitägiger Verlustserie wieder an

Capesize- und Panamax-Schiffe erholen sich von jüngsten Tiefstständen und treiben den Frachtindex nach oben.

Baltic Dry Index steigt nach dreitägiger Verlustserie wieder an

Der Baltic Dry Index der Baltic Exchange hat am Donnerstag eine dreitägige Verlustserie beendet. Der wichtige Frachtindex stieg um 41 Punkte oder 1,6 Prozent auf 2.673 Zähler. Es war der erste Anstieg seit dem 24. Juli – am Mittwoch hatte der Index noch den niedrigsten Stand seit einem Monat markiert.

Der Baltic Dry Index gilt als wichtiger Frühindikator für den globalen Warenhandel. Er bildet die Frachtraten für Schiffe der Klassen Capesize, Panamax und Supramax ab und spiegelt damit die Nachfrage nach dem Transport von Rohstoffen wie Eisenerz, Kohle und Getreide wider. Steigende Werte deuten in der Regel auf eine erhöhte Nachfrage im Welthandel hin.

Capesize-Schiffe führen die Erholung an

Den stärksten Beitrag zur Erholung leisteten die großen Capesize-Frachter. Der Capesize-Index kletterte um 100 Punkte bzw. 2,5 Prozent auf 4.167 Punkte und verzeichnete damit sein erstes Plus nach drei aufeinanderfolgenden Verlusttagen. Die durchschnittlichen Tageseinnahmen für diese Schiffsklasse stiegen um 908 US-Dollar auf 34.292 US-Dollar.

Capesize-Schiffe transportieren üblicherweise Ladungen von rund 150.000 Tonnen – darunter vor allem Eisenerz und Kohle. Sie sind damit eng an die Nachfrage der Schwerindustrie, insbesondere in China, geknüpft. Bemerkenswert: Trotz der Erholung beim Frachtindex fielen die Eisenerz-Futures an der Börse in Dalian am Donnerstag auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Belastet wurden sie durch sich ausweitende Verluste chinesischer Stahlwerke sowie die Erwartung eines weiteren Rückgangs der Roheisenproduktion.

Panamax erholt sich auf Mehrwochenhoch

Auch der Panamax-Index legte deutlich zu. Er stieg um 45 Punkte oder 2,3 Prozent auf 2.040 Zähler und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 24. Juli. Noch am Dienstag war der Index auf den tiefsten Stand seit dem 29. April gefallen. Die durchschnittlichen Tageseinnahmen für Panamax-Schiffe erhöhten sich um 410 US-Dollar auf 18.363 US-Dollar.

Panamax-Schiffe befördern in der Regel 60.000 bis 70.000 Tonnen Kohle oder Getreide und sind damit ein wichtiger Maßstab für den globalen Agrarrohstoff- und Energiehandel. Die Erholung dieser Schiffsklasse signalisiert eine kurzfristig gestiegene Nachfrage nach Transportkapazitäten in diesen Segmenten.

Supramax bleibt unter Druck

Weniger erfreulich entwickelte sich das kleinere Supramax-Segment. Dieser Teilindex setzte seinen Abwärtstrend fort und markierte ein Tief von über acht Wochen. Damit bleibt das Bild am Frachtmarkt gemischt: Während die großen Schiffsklassen eine Erholung verzeichnen, lastet weiterhin Druck auf den kleineren Frachtern.

Für Anleger, die den globalen Rohstoff- und Handelssektor beobachten, bleibt der Baltic Dry Index ein wichtiges Barometer. Die aktuelle Erholung bei Capesize und Panamax ist zwar ein positives Signal, muss jedoch vor dem Hintergrund der anhaltenden Schwäche am chinesischen Stahlmarkt und der fallenden Eisenerz-Preise eingeordnet werden.

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