ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Bank of America bevorzugt Mid-Caps gegenüber Small-Caps im zweiten Halbjahr 2026

Nach starker Small-Cap-Rally passt die BofA ihre Strategie an und setzt nun auf Mid-Caps – wegen steigender Zinsrisiken.

Bank of America bevorzugt Mid-Caps gegenüber Small-Caps im zweiten Halbjahr 2026

Die Bank of America hat ihre Präferenz innerhalb des Small- und Mid-Cap-Segments für die zweite Jahreshälfte 2026 neu ausgerichtet. Nach einer beeindruckenden Kursrally des Russell 2000 von 21 Prozent im ersten Halbjahr – der besten Performance aller Größenindizes – spricht sich die US-Großbank nun für Mid-Caps gegenüber Small-Caps aus. Damit reagiert das Institut auf veränderte Rahmenbedingungen, insbesondere auf das gestiegene Zinsrisiko in den USA.

Analystin Jill Carey Hall erklärte in einer Mitteilung, dass man „SMID-Werte weiterhin gegenüber Mega-Caps bevorzuge". Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Argumente für eine Outperformance von Small-Caps im Hinblick auf das zweite Halbjahr „schwächer geworden" seien. Ausschlaggebend dafür ist das gestiegene Risiko von Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve.

Zinserhöhungen belasten Small-Caps überproportional

Die BofA-Ökonomen erwarten für das laufende Jahr Zinserhöhungen im Gesamtumfang von 75 Basispunkten – jeweils 25 Basispunkte im September, Oktober und Dezember 2026. Für 2027 wird eine Pause der Fed erwartet. Dieses Szenario trifft Small-Caps besonders hart, da sie laut Bank das höchste Refinanzierungsrisiko tragen. Die Analystin schätzt, dass „jede Anhebung um 25 Basispunkte das operative Ergebnis des Russell 2000 um etwa 2 Prozent belastet" – ein erheblicher Gegenwind für das Segment.

Mid-Caps werden derzeit zu ähnlichen Bewertungen wie Small-Caps gehandelt und weisen vergleichbare Erwartungen für eine Gewinnbeschleunigung im zweiten Halbjahr auf. Den entscheidenden Vorteil sieht die BofA jedoch in den fundamentalen Trends: Mid-Caps verfügen laut Bank über die „stärksten Prognosen und Revisionstrends", was den Ausschlag zu ihren Gunsten gibt. Für deutsche Anleger, die in US-Aktien investieren, ist dies ein wichtiger Hinweis zur Portfolioausrichtung.

Value vor Growth – und Qualität vor Spekulation

Neben der Präferenz für Mid-Caps betont die BofA auch ihre Vorliebe für Value- gegenüber Growth-Aktien. Value-Titel übernehmen in Phasen der Gewinnbelebung typischerweise die Führung und sind sowohl im Small- als auch im Mid-Cap-Segment im Vergleich zu Growth-Werten weiterhin günstig bewertet. Anleger, die auf das SMID-Segment setzen, sollten diesen Stilfaktor bei ihrer Selektion berücksichtigen.

Darüber hinaus rät die Bank Investoren, innerhalb der Small-Caps verstärkt auf Qualität zu achten. Die Outperformance von Titeln geringer Qualität habe zuletzt ein Extrem von drei Standardabweichungen erreicht – ein Niveau, das laut BofA „nahe an den Niveaus vom Februar 2000" liege. Hochverschuldete Aktien mit Refinanzierungsrisiken stuft die Bank ausdrücklich als Titel ein, die es zu meiden gilt.

Für deutsche Privatanleger, die über ETFs oder Einzeltitel in US-amerikanische Small- und Mid-Caps investieren, liefert die Analyse der BofA klare Orientierungspunkte: Mid-Cap-Value-Titel mit solider Bilanz und positiven Gewinnrevisionen erscheinen im aktuellen Zinsumfeld als die attraktivere Wahl gegenüber hoch verschuldeten Small-Caps. Die Entwicklung der Fed-Zinspolitik bleibt dabei der entscheidende Faktor, den es im Blick zu behalten gilt.

Mid-CapsSmall-CapsBank Of AmericaRussell 2000Federal ReserveZinserhöhungValue-AktienSMID

Disclaimer