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Bank of America hebt Yuan-Prognose an: USD/CNY auf 6,7

Starke Exporte und politische Signale stützen chinesische Währung – Auswirkungen auf Schwellenländer erwartet

Bank of America hebt Yuan-Prognose an: USD/CNY auf 6,7

Die Bank of America (BofA) hat ihre Prognose für das Währungspaar USD/CNY deutlich angehoben. Statt der ursprünglich erwarteten 6,8 rechnen die Analysten nun für das dritte und vierte Quartal mit einem Wechselkurs von 6,7. Die Revision spiegelt die anhaltende Stärke des chinesischen Yuan wider, der von robusten Exportzahlen und klareren wirtschaftspolitischen Signalen aus Peking profitiert.

Die Yuan-Aufwertung bleibt nicht ohne Folgen für andere Märkte. BofA-Experten beobachten Übertragungseffekte, die eine breitere Aufwertung von Schwellenländerwährungen begünstigen. Besonders bemerkenswert: Chinas verstärkte Exportoffensive nach Europa führt zu wachsenden Handelsbilanzdefiziten in der EU, während der EUR/CNY-Wechselkurs ein Zehnjahreshoch erreicht hat.

Strategische Bedeutung der Yuan-Stärke

Langfristig könnte die Yuan-Aufwertung zu einem strategischen Instrument werden, um die Wirtschaftslücke zwischen den USA und China zu verringern. Die BofA-Analysten untersuchen in ihrer Studie, inwieweit diese Entwicklung bereits in CNH-Forwards eingepreist ist. Die Währungsbewegungen könnten somit nicht nur kurzfristige Handelsmuster, sondern auch die globale Wirtschaftsarchitektur beeinflussen.

Die Bank identifiziert vier zentrale Themen, die Devisenbewegungen antreiben. Neben der Yuan-Stärke und ihren Spillover-Effekten analysiert sie auch die Entwicklung der CFETS-Handelsgewichte Chinas. Dabei kristallisieren sich vier unterschiedliche Währungsblöcke heraus: Schwellenländer plus Kanadischer Dollar, Nicht-USD-Alternativwährungen, ein USD-Block mit Gold und Schweizer Franken sowie ein schrumpfender, an den Dollar angeglichener Block.

Europäischer Markt unter Druck

Für den EUR/CNY sieht die BofA kurzfristig Abwärtsrisiken. Die zunehmende Verlagerung chinesischer Exporte nach Europa belastet die Handelsbilanz der Europäischen Union spürbar. Diese Entwicklung könnte den Euro gegenüber dem Yuan weiter unter Druck setzen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen beeinträchtigen.

Der schrumpfende, an den US-Dollar angeglichene Währungsblock umfasst den Singapur-Dollar, das Britische Pfund, den Japanischen Yen und den Koreanischen Won. Diese Verschiebung in den Handelsgewichten deutet auf eine strategische Neuausrichtung Chinas in seinen internationalen Wirtschaftsbeziehungen hin.

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