Bank of America startet Kunstberatung für vermögende Privatanleger
Neue Sammler-Generation und steigende Nachfrage nach kunstbesicherten Krediten treiben Expansion voran

Die Bank of America (BofA) baut ihr Angebot für vermögende Privatkunden deutlich aus und führt einen speziellen Kunstberatungsdienst ein. Hintergrund ist die stark wachsende Nachfrage nach kunstbesicherten Krediten sowie eine neue Generation von Kunstsammlern, die den Markt verändert.
Nach Schätzungen der Beratungsgesellschaft Deloitte hielten extrem vermögende Privatpersonen im Jahr 2024 Kunstwerke im Wert von rund 2,56 Billionen US-Dollar. Bis 2030 könnte dieser Wert auf 3,5 Billionen Dollar ansteigen. Banken und Family Offices erwarten, dass etwa ein Drittel dieser Kunstsammlungen im kommenden Jahrzehnt an jüngere Generationen übertragen wird.
Immer mehr Kunden nutzen ihre Kunstsammlungen als Sicherheit für Kredite, meist um Geschäftsinvestitionen zu finanzieren. Laut Deloitte verzeichneten rund 70 Prozent der Vermögensverwalter im vergangenen Jahr eine höhere Nachfrage nach kunstbasierten Krediten. Dieser Markt generiert bereits einen Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Dollar.
Kunstberatung für strategische Entscheidungen
Die neuen Kunstberater der BofA werden eng mit wohlhabenden Kunden der Bank of America und Merrill Lynch zusammenarbeiten, erklärt Drew Watson, Leiter der Kunstsparte bei der Bank of America. "Es ist ein sehr interessanter Moment, um angesichts der jüngsten Veränderungen nach neuen langfristigen Trends auf dem Kunstmarkt zu suchen", so Watson in einem Interview.
Der Service soll Kunden dabei unterstützen, Kunst nach ihrem persönlichen Geschmack auszuwählen und gleichzeitig das Potenzial für Wertsteigerungen im Blick zu behalten. Ein sich wandelnder Geschmack und das Aufkommen neuer Sammler – seien es Erben oder neue Investoren – hätten den Bedarf an diesem Service erhöht.
Kunst als Kreditsicherheit statt Verkauf
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Zur AktienanalyseDie BofA verfügt über eines der größten Portfolios für kunstbasierte Kredite im Bankensektor. Kunst wird dabei nicht als klassische Anlageklasse im Portfolio betrachtet, sondern als wertvolles Eigentum, das als Sicherheit für Kredite dienen kann.
Kunden nutzen den Service vor allem, um den Verkauf von Kunstwerken zur Deckung von Liquiditätsbedarfen zu vermeiden. So können sie ihre Sammlungen behalten und gleichzeitig finanziellen Spielraum für Investitionen schaffen. Der neue Beratungsdienst unterstreicht die wachsende Bedeutung von Kunst als alternative Vermögensklasse für sehr vermögende Privatanleger.


