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Bank of America stuft Ulta Beauty auf „Buy" hoch

Nach einem Kursrückgang von 26% sieht die Bank of America einen attraktiven Einstiegspunkt beim US-Kosmetikeinzelhändler Ulta Beauty.

Bank of America stuft Ulta Beauty auf „Buy" hoch

Die Bank of America hat ihre Einschätzung für die Aktie von Ulta Beauty am Dienstag von „Neutral" auf „Buy" angehoben. Analystin Lorraine Hutchinson begründet das Upgrade damit, dass der jüngste Kursrückgang einen attraktiven Einstiegspunkt bei einem Unternehmen geschaffen habe, das sie als „High-Quality Compounder" bezeichnet. Gleichzeitig setzt sie ein Kursziel von 685 US-Dollar für die Aktie fest.

Ulta Beauty notiert derzeit rund 26% unter seinem 52-Wochen-Hoch. Hutchinson argumentiert, dass dieser Rücksetzer die Erwartungen auf ein vernünftigeres Niveau zurückgeführt habe. Zudem werde das Unternehmen mit einem Abschlag gegenüber der Konkurrenz gehandelt – ein Umstand, den die Bank of America als ungerechtfertigt einstuft.

Investitionszyklus schafft langfristige Wettbewerbsvorteile

Ein zentrales Argument der Analystin ist die Qualität des laufenden Investitionszyklus bei Ulta Beauty. Hutchinson ist überzeugt, dass die erhöhten Ausgaben nicht nur der Verteidigung von Marktanteilen dienen, sondern echte strukturelle Wettbewerbsvorteile aufbauen. „Unsere jüngsten Analysen stimmen uns zuversichtlicher, dass ULTA diese Investitionen nutzt, um ein Schwungrad für das Wachstum aufzubauen, anstatt nur auf einem Laufband zu rennen, um Schritt zu halten", schrieb sie in ihrer Mitteilung.

Zuvor hatte die Bank of America noch Bedenken geäußert, dass die erhöhten Ausgaben im Geschäftsjahr 2025 struktureller und nicht zyklischer Natur seien – eine Sorge, die die Aktie belastet hatte. Diese Einschätzung hat sich nun offenbar gewandelt. Die Bank erwartet, dass eine verbesserte Kostendisziplin das Wachstum des operativen Ergebnisses und einen stärkeren freien Cashflow vorantreiben wird.

Bewertungsausweitung und starke Kapitalrückführung erwartet

Das Management von Ulta Beauty strebt für das Geschäftsjahr 2026 und darüber hinaus einen Algorithmus für das operative Ergebnis im niedrigen zweistelligen Bereich an. Die Bank of America sieht dabei „einen Weg für eine Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren, da sich eine klarere Disziplin bei den Vertriebs-, allgemeinen und Verwaltungskosten (SG&A) abzeichnet".

Zusätzlich stärkt die Kapitalrückführungsstrategie des Unternehmens das Investment-Szenario. Das Management hat seine Prognose für Aktienrückkäufe von 1 Milliarde auf 1,5 Milliarden US-Dollar angehoben – das entspricht etwa 6% der aktuellen Marktkapitalisierung. Für deutsche Anleger ist dies ein relevantes Signal, da umfangreiche Aktienrückkäufe in der Regel den Gewinn je Aktie steigern und das Vertrauen des Managements in die eigene Geschäftsentwicklung unterstreichen.

Im Zuge des Upgrades hat die Bank of America ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 um 1% beziehungsweise 3% angehoben. Ulta Beauty ist der größte spezialisierte Kosmetikeinzelhändler in den USA und betreibt ein Vollsortiment-Konzept, das Prestige- und Massenmarktprodukte unter einem Dach vereint – ein Geschäftsmodell, das dem Unternehmen in der Vergangenheit eine starke Marktstellung gesichert hat.

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