Bank of America warnt: Australischer Dollar bleibt Risikoabsicherung
Die Bank of America hält trotz jüngster Stärke an ihrer bärischen Prognose für den Australischen Dollar fest. Das Kursziel für Q1 2026 liegt bei 0,63 USD, da Risiken für globale Aktienmärkte zunehmen.

Die Bank of America (BofA) bekräftigt ihre negative Einschätzung für den Australischen Dollar (AUD) und empfiehlt Investoren weiterhin, die Währung als Absicherung gegen potenzielle Marktabschwünge zu verkaufen. Das Kursziel für das erste Quartal 2026 bleibt bei 0,63 USD bestehen.
Trotz der pessimistischen Prognose konnte der AUD in den vergangenen Wochen Unterstützung finden. Ausschlaggebend waren eine positive Risikostimmung an den Märkten, restriktive Äußerungen der Reserve Bank of Australia sowie steigende Metallpreise, die der rohstoffabhängigen Währung Rückenwind gaben.
Geopolitische Risiken belasten Ausblick
Die US-Großbank verweist auf zunehmende geopolitische Spannungen als wesentlichen Belastungsfaktor für Risikoanlagen. Die hauseigenen Aktienstrategen prognostizieren für 2026 die niedrigsten S&P-500-Renditen unter allen großen US-Banken. Mehrere Bewertungskennzahlen würden darauf hindeuten, dass Aktien derzeit überbewertet sind.
Besonders relevant für den Australischen Dollar: In den vergangenen zwei Jahren wies die Währung die höchste Korrelation mit den Bewegungen des S&P 500 auf. Dies macht den AUD besonders anfällig für Verschiebungen der globalen Marktstimmung.
Inflationsdaten als Wendepunkt
Entscheidend für die weitere Entwicklung werden die kommenden Inflationszahlen sein. Am 28. Januar veröffentlicht Australien die Quartalsdaten, die als wichtiger Indikator für die Geldpolitik gelten. Die BofA-Ökonomen deuten an, dass eine Zinserhöhung möglich wäre, falls die bereinigte vierteljährliche Inflation um 0,9 Prozent oder mehr steigt.
Im Basisszenario der Bank geht man jedoch davon aus, dass die Leitzinsen das gesamte Jahr 2026 unverändert bleiben werden. Für die zweite Jahreshälfte 2026 erwarten die Analysten Unterstützung durch verbesserte lokale Wirtschaftsdaten und eine beginnende Erholung der chinesischen Anlageinvestitionen.
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Zur AktienanalyseRisiko-Rendite-Profil im Fokus
Trotz möglicher positiver Faktoren in der zweiten Jahreshälfte empfiehlt die Bank of America, den AUD als taktische Absicherung zu nutzen. Die enge Koppelung an globale Risikostimmung und Aktienmärkte macht die Währung zu einem geeigneten Instrument für Investoren, die sich gegen Marktturbulenzen schützen wollen.
Die australische Wirtschaft bleibt stark von Rohstoffexporten und der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas abhängig. Diese Faktoren könnten mittelfristig für Volatilität sorgen, insbesondere wenn sich die globalen Wachstumsaussichten eintrüben sollten.


