ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Barclays-Analyse: Bergbauaktien preisen Eisenerz unter Spotpreis ein

Eine neue Barclays-Analyse zeigt deutliche Bewertungslücken bei Eisenerz-, Kupfer- und Edelmetallaktien gegenüber aktuellen Spotpreisen.

Barclays-Analyse: Bergbauaktien preisen Eisenerz unter Spotpreis ein

Eine aktuelle Analyse der britischen Großbank Barclays offenbart eine auffällige Diskrepanz zwischen den Aktienbewertungen großer Bergbaukonzerne und den tatsächlichen Rohstoffpreisen am Spotmarkt. Besonders im Eisenerzsektor preisen die Aktien den Rohstoff deutlich unter dem aktuellen Marktpreis ein – ein Signal, das Anleger genau im Blick behalten sollten.

Konkret bewertet der Markt Rio Tinto mit einem impliziten Eisenerzpreis von lediglich 85 US-Dollar pro Tonne, Vale mit 92 US-Dollar und BHP mit 93 US-Dollar pro Tonne. Der aktuelle Spotpreis für Eisenerz liegt hingegen bei 110 US-Dollar pro Tonne – ein erheblicher Abschlag, den die Aktienkurse damit implizit einpreisen.

Bergbauaktien mit starker Wochenperformance

Trotz dieser Bewertungslücke verzeichneten die Aktien diversifizierter Bergbauunternehmen im Wochenvergleich deutliche Kursgewinne von 4 bis 9 Prozent. Da die Eisenerz-Spotpreise im gleichen Zeitraum unverändert blieben, stiegen die impliziten Eisenerzpreise der Aktien im Wochenvergleich um 5 bis 9 Prozent. Rio Tinto entwickelte sich dabei besser als die Wettbewerber – begünstigt durch sein stärkeres Engagement im Aluminiumsektor.

Kupferaktien: Antofagasta mit höchstem Aufschlag

Im Kupfersegment zeigt die Analyse ein differenziertes Bild. Antofagasta bleibt der teuerste Wert und preist Kupfer mit einem Aufschlag von 23 Prozent auf den Spotpreis ein – das entspricht einem impliziten Kupferpreis von 6,91 US-Dollar pro Pfund. Anglo American weist einen Aufschlag von 13 Prozent auf den Spotpreis bei 14.005 US-Dollar pro Tonne auf, nach 13.874 US-Dollar in der Vorwoche.

Freeport-McMoRan wird hingegen zum aktuellen Spotpreis bewertet, während Glencore sogar einen Abschlag von 3 Prozent zum Spotpreis einpreist. Den niedrigsten impliziten Kupferpreis weist Boliden mit einem Abschlag von 51 Prozent zum Spotpreis bei 6.286 US-Dollar pro Tonne auf – ein deutlicher Sprung gegenüber 4.763 US-Dollar in der Vorwoche. Barclays führt dies auf höhere Goldpreise sowie eine Kurserholung nach dem Stillstand der Garpenberg-Mine zurück. BHP liegt mit einem impliziten Kupferpreis von 5,47 US-Dollar pro Pfund bei einem Abschlag von 20 Prozent zum Spotpreis.

Edelmetalle: Implizite Preise fallen trotz Goldpreisanstieg

Bei den Edelmetallproduzenten preisen Hochschild und Endeavour Gold den Rohstoff unter den aktuellen Spotpreisen ein. Hochschild kommt auf einen impliziten Goldpreis von 3.425 US-Dollar pro Unze, Endeavour Gold auf 3.744 US-Dollar pro Unze – nach 3.516 beziehungsweise 3.849 US-Dollar in der Vorwoche. Die impliziten Gold- und Silberpreise fielen bei Edelmetallaktien auf breiter Front, obwohl die Aktienkurse im Wochenvergleich um 7 bis 8 Prozent zulegten. Der Goldpreis selbst stieg im gleichen Zeitraum lediglich um 3 Prozent.

Aluminium: Iran-Konflikt treibt implizite Preise

Im Aluminiumsektor stieg der implizite Preis für Norsk Hydro und South32 jeweils um 12 Prozent, nachdem die Aktienkurse im Wochenvergleich um 13 bis 15 Prozent zulegten. Norsk Hydro preist den LME-Kurs mit einem Abschlag von 11 Prozent bei 3.112 US-Dollar pro Tonne ein, verglichen mit 2.777 US-Dollar in der Vorwoche. South32 wird inzwischen zum Spotpreis bewertet, nachdem in der Vorwoche noch ein Abschlag von 2 Prozent bestand.

Als wesentlicher Treiber dieser Entwicklung gilt die Schließung der EGA-Schmelze mit einer Jahreskapazität von 1,6 Millionen Tonnen infolge des Iran-Konflikts – ein Ereignis, das die Aluminiumversorgung spürbar beeinflussen dürfte und die Kurse der betroffenen Produzenten entsprechend beflügelt hat.

Eisenerz AktienBarclays AnalyseRio Tinto BewertungKupferpreis BergbauVale Bhp Impliziter PreisAntofagasta KupferAluminium Norsk Hydro

Disclaimer