Barclays hebt Renditeziel auf 14% an und übertrifft Gewinnprognosen
Britische Großbank präsentiert ambitionierte Mittelfristziele bis 2028 und plant Kapitalausschüttung von 15 Milliarden Pfund.

Die britische Großbank Barclays hat ihre Mittelfristziele deutlich angehoben und strebt bis 2028 eine Eigenkapitalrendite (Return on Tangible Equity) von über 14% an. Dies gab das Institut am Dienstag bekannt, nachdem die Quartalsergebnisse die Markterwartungen übertroffen hatten. Die neue Zielmarke liegt deutlich über dem bisherigen Ziel von mehr als 12% für das laufende Jahr und der im vergangenen Jahr erreichten Rendite von 11,3%.
"Unser Ziel ist es, bis 2028 und darüber hinaus nachhaltig höhere Renditen zu sichern", erklärte CEO C. S. Venkatakrishnan. Die Bank setzt damit ihren Anfang 2024 eingeleiteten Sanierungskurs konsequent fort. Im Fokus stehen Kostensenkungen, eine Verkleinerung des kapitalintensiven Investmentbankings und der Ausbau stabilerer Geschäftsbereiche wie dem britischen Privatkundengeschäft.
Umfangreiche Kapitalausschüttung geplant
Die höheren Gewinne sollen durch Umsatzwachstum und Effizienzsteigerungen in Höhe von rund 2 Milliarden Pfund (2,74 Milliarden US-Dollar) erreicht werden. Dies soll es Barclays ermöglichen, im genannten Zeitraum mindestens 15 Milliarden Pfund an die Aktionäre auszuschütten. Die Ankündigung unterstreicht das Vertrauen des Managements in die Profitabilität der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist die Entwicklung bei Barclays von besonderem Interesse, da die Bank zu den größten europäischen Finanzinstituten zählt. Die Fokussierung auf profitablere Geschäftsbereiche und die geplanten Kapitalrückflüsse könnten die Aktie mittelfristig attraktiver machen. Die Eigenkapitalrendite gilt als zentrale Kennzahl für die Ertragskraft von Banken und wird von Investoren genau beobachtet.


