Barclays sieht Handlungsoptionen bei möglicher US-Kreditkartenzins-Obergrenze
Britische Bank zeigt sich zuversichtlich trotz Trump-Vorstoß für 10-Prozent-Deckelung

Die britische Großbank Barclays gibt sich zuversichtlich, ihr lukratives US-Kreditkartengeschäft auch bei einer möglichen Zinsobergrenze von 10 Prozent schützen zu können. US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Monat eine entsprechende Deckelung gefordert, was die Aktien von Barclays und amerikanischen Wettbewerbern unter Druck setzte.
Finanzvorständin Anna Cross erklärte bei der Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag, die Bank verfüge über eine "Reihe von Hebeln", um auf eine solche Regulierung zu reagieren. Allerdings könne das Institut aufgrund der Vielzahl möglicher Szenarien derzeit keine konkrete finanzielle Prognose zu den Auswirkungen der diskutierten Maßnahme abgeben.
Barclays zählt zu den bedeutendsten Akteuren im US-amerikanischen Kreditkartenmarkt und betreibt dort ein substanzielles Geschäft. Die Bank kooperiert mit zahlreichen großen US-Einzelhändlern und gibt Co-Branding-Kreditkarten aus. Eine Zinsobergrenze würde die Ertragskraft dieses Geschäftsbereichs erheblich beeinträchtigen.
Kritik aus der Branche
Jamie Dimon, Chef der größten US-Bank JPMorgan Chase, hatte deutlich vor den Folgen einer Zinsobergrenze gewarnt. Der einflussreiche Bankmanager bezeichnete die geplante Politik als Risiko für eine "wirtschaftliche Katastrophe". Die Kreditkartenbranche befürchtet, dass eine Deckelung die Verfügbarkeit von Krediten für Verbraucher mit niedrigerer Bonität einschränken würde.
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Zur AktienanalyseDie aktuelle Debatte zeigt die Spannung zwischen politischen Zielen und wirtschaftlichen Realitäten im US-Finanzsektor. Während Trump mit der Zinsobergrenze Verbraucher entlasten will, warnen Banken vor unbeabsichtigten Nebenwirkungen auf die Kreditvergabe und das Finanzsystem.


