Barry Callebaut mit deutlichem Volumenverlust im Q1 2024/25
Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut verzeichnet im ersten Quartal einen Absatzrückgang von 9,9 Prozent. Hein Schumacher übernimmt noch im Januar die CEO-Position.

Der weltweit größte Hersteller von Schokoladen- und Kakaoprodukten, Barry Callebaut, hat für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 einen deutlichen Rückgang des Verkaufsvolumens gemeldet. Das Absatzvolumen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,9 Prozent auf 509.401 Tonnen, nach 565.238 Tonnen im Vorjahr.
Schwache Nachfrage belastet beide Segmente
Besonders betroffen war das Segment Global Cocoa mit einem Volumenverlust von 22,0 Prozent. Das Unternehmen begründet dies mit der schwächeren Marktnachfrage und der strategischen Fokussierung auf margenstärkere Geschäftsbereiche. Im Segment Global Chocolate ging das Volumen um 6,8 Prozent zurück, was laut Nielsen-Daten weitgehend der Entwicklung des globalen Schokoladenmarktes entspricht, der um 6,1 Prozent schrumpfte.
Produktionsausfall in Kanada verschärft Situation
Zusätzlich belastete eine vorübergehende Produktionsunterbrechung im kanadischen Werk St. Hyacinthe das Ergebnis. Die technische Störung ist mittlerweile behoben. Besonders stark betroffen war Nordamerika mit einem Volumenverlust von 14 Prozent. Einzig die Region Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika verzeichnete ein leichtes Wachstum von 0,6 Prozent.
Umsatz steigt trotz Volumenverlust
Die Umsatzerlöse stiegen in Lokalwährungen um 8,9 Prozent auf 3,67 Milliarden Schweizer Franken. In Schweizer Franken betrug das Plus 6,4 Prozent gegenüber 3,45 Milliarden im Vorjahr. Der Anstieg ist auf höhere Kakaopreise im Jahresvergleich zurückzuführen, obwohl sich die Preisgestaltung nach einem Rückgang der Kakaobohnenpreise zu stabilisieren beginnt.
Führungswechsel und Ausblick
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Zur AktienanalyseParallel zur Quartalsmeldung gab Barry Callebaut bekannt, dass Hein Schumacher noch im Januar die Position des CEO übernehmen wird. Finanzvorstand Peter Vanneste kommentierte: "Wie erwartet, begann das erste Quartal unseres Geschäftsjahres verhalten. Die Volumina auf dem globalen Markt für Schokoladenkonfekt verschlechterten sich sequenziell, da die Kunden ihr Verhalten anpassten und die Verbraucher vorübergehend auf höhere Preise reagierten."
Prognose bestätigt
Trotz der schwachen Quartalszahlen bekräftigte das Unternehmen seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/26. Der Fokus liegt auf Entschuldung und der Vorbereitung auf eine Rückkehr zum Wachstum. Barry Callebaut erwartet, dass die erste Jahreshälfte weiterhin unter Druck steht, während in der zweiten Jahreshälfte Verbesserungen erwartet werden.


