Barry Diller zeigt Interesse an CNN-Übernahme von Warner Bros. Discovery
Medien-Milliardär kontaktierte Warner vor geplanter Aufspaltung – Verwaltungsrat nie eingebunden

Der Medien- und Technologie-Investor Barry Diller hat bei Warner Bros. Discovery (NASDAQ:WBD) Interesse an einer Übernahme des Nachrichtensenders CNN bekundet. Dies berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Kontaktaufnahme erfolgte bereits vor der im Juni angekündigten Unternehmensspaltung.
Laut Insider fand Dillers Vorstoß statt, bevor sich Warner Bros. Discovery im vergangenen Herbst formell zum Verkauf anbot. Allerdings wurden keine ernsthaften Schritte aufgrund der Anfrage unternommen. Der Verwaltungsrat von Warner wurde über Dillers Interesse nie informiert, wie Personen aus dem Unternehmensumfeld bestätigten.
Ein Sprecher von Warner stellte klar, dass CNN "nicht zum Verkauf stand und steht". Der Nachrichtensender bleibe ein wichtiger Bestandteil des geplanten Unternehmens Discovery Global, in das die Kabelnetzwerke ausgegliedert werden sollen.
Komplexe Umstrukturierung im Gange
Warner Bros. Discovery befindet sich derzeit in einer umfassenden Neuordnung seiner Geschäftsbereiche. Das Unternehmen verkauft seine Film- und Fernsehstudios sowie die Streaming-Plattform HBO Max an Netflix (NASDAQ:NFLX). Parallel dazu plant der Konzern, seine Kabelnetzwerke einschließlich CNN in das neue Unternehmen Discovery Global auszugliedern.
Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund intensiven Wettbewerbs in der Medienbranche. Paramount hat ein Übernahmeangebot in Höhe von rund 77,9 Milliarden Dollar für das gesamte Warner Bros. Discovery vorgelegt, einschließlich aller Kabelnetzwerke. Damit konkurriert Paramount direkt mit Netflix um die wertvollen Medien-Assets.
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Zur AktienanalyseDiller als erfahrener Medien-Investor
Barry Diller gilt als einer der einflussreichsten Investoren in der Medien- und Technologiebranche. Der Milliardär verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Mediengeschäft und kontrolliert über seine Holding IAC verschiedene digitale Unternehmen. Sein Interesse an CNN unterstreicht die strategische Bedeutung des Nachrichtensenders trotz der Herausforderungen im traditionellen Kabelfernsehen.


