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Barry Diller zeigt Kaufinteresse an CNN von Warner Bros. Discovery

Milliardär trat 2024 an Medienkonzern heran – Gespräche kamen nicht in Gang

Barry Diller zeigt Kaufinteresse an CNN von Warner Bros. Discovery

Der US-Medienmogul Barry Diller hat im vergangenen Jahr bei Warner Bros. Discovery sein Interesse an einer Übernahme des Nachrichtensenders CNN bekundet. Dies berichteten mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber dem Wall Street Journal. Die Avance des milliardenschweren Investors kam jedoch nicht über eine erste Anfrage hinaus.

Die Annäherung erfolgte noch vor der Ankündigung von Warner Bros. Discovery im Juni 2024, das Unternehmen aufzuspalten. Auch der formelle Verkaufsprozess, der im Herbst eingeleitet wurde, lag zu diesem Zeitpunkt noch in der Zukunft. Dem Verwaltungsrat von Warner wurde Dillers Interesse nach Angaben unternehmensnaher Kreise nie offiziell vorgelegt.

Diller gilt als einer der einflussreichsten Medienmogule der USA. Der 83-Jährige baute in seiner Karriere mehrere Medienimperien auf und ist heute Chairman von IAC und Expedia Group. Seine Erfahrung im Mediengeschäft reicht von der Leitung von Paramount Pictures bis zur Gründung des Fox Broadcasting Network.

Neue Wendung im Übernahme-Drama

Die bisher nicht bekannte Annäherung fügt dem größten Übernahmedrama der Medienbranche eine weitere Facette hinzu. Warner Bros. Discovery kämpft seit der Fusion 2022 mit hoher Verschuldung und sucht nach Wegen, den Konzern zu entschulden. Die geplante Aufspaltung soll das Streaming- und Studio-Geschäft von den linearen TV-Sendern trennen.

CNN gilt als eines der wertvollsten Assets im Portfolio von Warner Bros. Discovery, steht aber unter Druck durch sinkende Zuschauerzahlen im linearen TV. Der Nachrichtensender kämpft zudem mit dem Wandel hin zu digitalen Plattformen. Für einen Investor wie Diller könnte CNN dennoch attraktiv sein – die Marke genießt international hohes Ansehen.

Warner Bros. Discovery-Aktien notierten zuletzt bei rund 10 US-Dollar und damit deutlich unter dem Niveau zum Zeitpunkt der Fusion. Der Konzern steht unter der Leitung von CEO David Zaslav, der drastische Sparmaßnahmen durchsetzte. Ob und wann es zu einem Verkauf von CNN kommen könnte, bleibt offen.

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