BASF verkauft 4.400 Werkswohnungen: Kerngeschäft vor Tafelsilber
Der Chemiegigant trennt sich von tausenden Mietwohnungen – und löst damit eine Grundsatzdebatte über Immobilien als Kapitalanlage aus.

Der DAX-Konzern BASF hat angekündigt, rund 4.400 Werkswohnungen zu veräußern. Begründung des Unternehmens: Man wolle sich konsequent auf das Kerngeschäft konzentrieren und gleichzeitig die Bilanz stärken. Die Entscheidung sei schwierig gewesen, aber letztlich unausweichlich.
Gewerkschaftsvertreter sehen das kritisch. Sie werfen dem Ludwigshafener Konzern vor, ohne echte Not wertvolles Tafelsilber zu verschleudern. Angesichts des angespannten deutschen Wohnungsmarkts ist die Debatte politisch brisant.
Emotionen versus Rendite bei Privatanlegern
Für viele private Immobilieneigentümer ist die eigene Liegenschaft tatsächlich mehr als nur ein Vermögenswert. Häuser und Wohnungen werden in Deutschland häufig vererbt statt verkauft – emotionale Bindungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Das Familienheim gilt als generationenübergreifendes Sicherheitsnetz.
Für institutionelle Investoren und börsennotierte Unternehmen gelten jedoch andere Maßstäbe. Hier zählt die Kapitaleffizienz: Immobilien, die nicht zum Kerngeschäft gehören, binden Kapital, das andernorts höhere Renditen erzielen könnte. BASF folgt damit einer Logik, die auch andere Großkonzerne bereits angewendet haben.
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Zur AktienanalysePrivatanleger stehen vor einer ähnlichen Abwägung: Immobilien bieten Stabilität und Inflationsschutz, erfordern aber erhebliches gebundenes Kapital. Wer hingegen auf Liquidität und Diversifikation setzt, findet an der Börse mit Immobilienaktien oder REITs flexible Alternativen zum Direktinvestment.

