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BASF verschärft Sparprogramm

Milliardenkürzungen und Stellenabbau gegen die Branchenkrise

BASF verschärft Sparprogramm

Der Chemiekonzern BASF steht vor neuen Herausforderungen und hat angekündigt, seine Sparbemühungen zu intensivieren und weitere Stellen zu streichen, um auf die aktuelle Krise in der Chemieindustrie zu reagieren. Das Unternehmen mit Sitz in Ludwigshafen plant, bis 2026 zusätzliche Einsparungen in Höhe von einer Milliarde Euro jährlich zu realisieren. Diese Maßnahmen sollen sowohl in der Produktion als auch in anderen Bereichen umgesetzt werden, um die Fixkosten durch Effizienzsteigerungen zu senken und die Produktionskapazitäten den Marktanforderungen anzupassen.

Bereits im Jahr 2022 hatte BASF ein Sparprogramm angekündigt, das auf die schwierigen Geschäftsbedingungen und die gestiegenen Gaspreise in Europa zurückzuführen war. Ziel war es, die jährlichen Kosten bis Ende 2026 um insgesamt 1,1 Milliarden Euro zu reduzieren, einschließlich des Abbaus von Arbeitsplätzen und der Stilllegung mehrerer Chemieanlagen. Bis Ende 2023 konnte das Unternehmen bereits Kosten in Höhe von rund 600 Millionen Euro einsparen, mit weiteren 500 Millionen Euro Einsparungen, die ab 2026 erwartet werden.

Um die Profitabilität des Konzerns zu steigern, hat BASF zudem angekündigt, bestimmte Geschäftsbereiche, darunter Agrarchemie, Batteriematerialien sowie Lacke und Beschichtungen, in rechtlich eigenständige Tochtergesellschaften auszugliedern. Diese Schritte sollen eine stärkere Fokussierung auf Leistungssteigerung und Kundennähe ermöglichen und den Wettbewerb intensivieren.

Die aktuellen Geschäftszahlen von BASF zeigen einen deutlichen Rückgang: Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um ein Fünftel auf knapp 69 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis um fast 29 Prozent auf knapp 7,7 Milliarden Euro zurückging. Unter dem Strich blieben lediglich 225 Millionen Euro übrig. Diese Entwicklungen spiegeln die allgemein schwierige Lage der deutschen Chemieindustrie wider, die unter hohen Energiepreisen und einer schwachen Konjunktur leidet. Für das Jahr 2023 verzeichnete die Branche einen Umsatzrückgang von zwölf Prozent auf rund 230 Milliarden Euro, während die Produktion um acht Prozent einbrach.

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