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Basismetalle: Analysten erwarten Wachstum trotz Januar-Rekordpreisen

Kupfer, Zinn und Aluminium profitieren von Angebotsengpässen, doch Experten warnen vor überzogenen Erwartungen.

Basismetalle: Analysten erwarten Wachstum trotz Januar-Rekordpreisen

Die Preise für Basismetalle wie Kupfer, Zinn und Aluminium bleiben nach Einschätzung von Analysten auf einem erhöhten Niveau, doch die spektakulären Rekordpreise vom Januar dürften nicht nachhaltig sein. Dies geht aus einer aktuellen Reuters-Umfrage unter Rohstoffexperten hervor.

Kupfer hatte im Januar an der London Metal Exchange (LME) mit 14.527,50 US-Dollar je metrische Tonne ein Allzeithoch erreicht. Zinn kletterte sogar auf ein beispielloses Rekordhoch von 59.040 US-Dollar pro Tonne. Trotz dieser beeindruckenden Rallye zeigen sich die befragten Analysten zurückhaltend optimistisch.

Strukturelle Angebotsengpässe treiben Preise

Die positive Grundstimmung für ausgewählte Basismetalle basiert auf fundamentalen Faktoren. Kupfer spielt eine zentrale Rolle sowohl in der globalen Energiewende als auch in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Der Bedarf für Stromnetze, Elektrofahrzeuge und Rechenzentren steigt kontinuierlich.

Gleichzeitig kämpfen alle drei Metalle – Kupfer, Zinn und Aluminium – mit strukturellen Angebotsengpässen. Neue Minenprojekte benötigen Jahre bis zur Produktionsreife, während die Nachfrage deutlich schneller wächst. Diese Diskrepanz stützt die mittelfristigen Preisaussichten.

Realistische Erwartungen statt Euphorie

Dennoch warnen Marktbeobachter vor überzogenen Erwartungen. Die explosiven Preisanstiege im Januar werden von den meisten Experten als Übertreibung eingestuft. Faktoren wie spekulative Käufe und temporäre Versorgungssorgen hätten die Preise kurzfristig in die Höhe getrieben.

Für deutsche Anleger bedeutet dies: Der langfristige Trend für Basismetalle bleibt intakt, doch kurzfristige Rücksetzer sind wahrscheinlich. Die Kombination aus Energiewende, Digitalisierung und begrenztem Angebot schafft ein unterstützendes Umfeld, das jedoch von konjunkturellen Schwankungen beeinflusst werden kann.

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