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Bayer-Aktie mit höchstem Kursverlust im Dax

Hedgefonds verstärken Wetten auf weiteren Absturz der Aktie

Bayer-Aktie mit höchstem Kursverlust im Dax

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer verzeichnet im laufenden Jahr den größten Kursverlust im deutschen Leitindex DAX. Die Aktie des Unternehmens hat mehr als 40 Prozent an Wert verloren und ist damit der schlechteste Titel im Index. Im Vergleich zum Rekordstand aus dem Jahr 2014 beläuft sich der Verlust sogar auf etwa 85 Prozent. Diese Entwicklung hat Hedgefonds dazu veranlasst, ihre Wetten auf einen weiteren Kursverfall der Bayer-Aktie auszuweiten, wie aus Daten des Finanzdatenanbieters S3 Partners hervorgeht.

Shortseller profitieren von fallenden Kursen, indem sie sich Aktien gegen eine Gebühr ausleihen, diese verkaufen und später zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen. Die gemeldeten Short-Positionen müssen dabei eine Quote von 0,5 Prozent überschreiten, um von der Finanzaufsicht BaFin veröffentlicht zu werden. Derzeit gibt es zwei Positionen, die gemeinsam 1,64 Prozent der Bayer-Aktien umfassen. Laut S3 Partners liegt die tatsächliche Short-Quote jedoch höher und beträgt 2,12 Prozent. Vor einem Monat lag dieser Wert noch unter 0,4 Prozent, was auf eine Verfünffachung der Short-Wetten hinweist.

Ein zentraler Wendepunkt war die Veröffentlichung der Quartalszahlen von Bayer. Im dritten Quartal sank der bereinigte operative Gewinn des Konzerns um fast 26 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, insbesondere aufgrund von Problemen in der Agrarsparte Crop Science. Zudem musste Bayer erneut hohe Wertminderungen auf Vermögenswerte und Firmenwerte dieser Sparte vornehmen, was zu einem Quartals-Nettoverlust von 4,18 Milliarden Euro führte. Infolge dieser Entwicklungen senkte Bayer seine Gewinnprognose für 2024 und rechnet nun mit einem währungsbereinigten operativen Gewinn von 10,4 bis 10,7 Milliarden Euro, statt der zuvor erwarteten 10,7 bis 11,3 Milliarden Euro.

Diese Anpassungen führten zu einem weiteren Kursrutsch der Bayer-Aktie und einer Zunahme der Short-Positionen. Analysten zufolge gehört Bayer mittlerweile zu den am stärksten geshorteten Titeln im europäischen Leitindex Euro Stoxx 50 und belegt dort den fünften Platz. Trotz eines Kursrückgangs von 18 Prozent seit der Veröffentlichung der Quartalszahlen hat sich das Short-Interesse verdreifacht. Diese Entwicklung wird durch eine Ausweitung der Short-Positionen erklärt.

Zusätzlich zeigt sich die Skepsis gegenüber der Bayer-Aktie an der steigenden impliziten Volatilität von Optionen am Terminmarkt, die auf ein erhöhtes Abwärtsrisiko hindeutet. Die Kombination aus fallendem Kurs, wachsendem Short-Interesse und zunehmender Volatilität unterstreicht die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Aktie.

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