Bayer: Erfolge in Roundup-Rechtsstreitigkeiten
Gerichtsentscheidungen und Strategien zur Beilegung offener Klagen

Der Pharmakonzern Bayer verzeichnet weitere juristische Erfolge in den USA im Zusammenhang mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel Roundup. Ein Gericht in Pennsylvania hat kürzlich eine Klage abgewiesen, die von einem pensionierten Postbeamten eingereicht wurde. Der Kläger behauptete, durch die Verwendung von Roundup am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt zu sein. Bayer teilte mit, dass die Geschworenen entschieden haben, ohne bestimmte Beweise, die der Kläger als wichtig erachtete, zu hören. Darüber hinaus wurde bekannt, dass ein Landwirt und seine Frau in Kalifornien eine ähnliche Klage freiwillig zurückgezogen haben, ohne dass die Gründe dafür öffentlich gemacht wurden.
Bayer steht weiterhin hinter der Sicherheit seines Produkts Roundup und betont, dass das Unternehmen die Sicherheit seiner Produkte und sein Handeln in gutem Glauben in allen zukünftigen Rechtsstreitigkeiten verteidigen wird. Der Konzern hat bereits 13 der letzten 20 Klagen gewonnen und hat Berufung gegen die Urteile eingelegt, bei denen es zu hohen Strafschadenersatzzahlungen kam. Bayer sieht gute Chancen, dass diese Zahlungen reduziert werden könnten, da sie die Vorgaben des Obersten Gerichtshofs der USA überschreiten.
Die Problematik um das Herbizid Glyphosat begann für Bayer mit der Übernahme des Unternehmens Monsanto, das Glyphosat entwickelt hat. Trotz der weltweiten Einstufung von Glyphosat als nicht krebserregend durch verschiedene Behörden, bewertete die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO den Wirkstoff im Jahr 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“. Bayer sieht sich derzeit noch mit 54.000 offenen Klagen von insgesamt rund 167.000 konfrontiert und weist die Vorwürfe gegen Glyphosat stets zurück.
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Zur AktienanalyseIn einer Telefonkonferenz mit Investoren erklärte Bayer-Chef Bill Anderson, dass das Unternehmen alle Möglichkeiten prüfe, um den Rechtsstreit zu beenden, einschließlich Lösungen außerhalb des Gerichtssaals. Bayer hat den Verkauf von Glyphosat-Produkten für den Hausgebrauch bereits eingestellt, vertreibt aber weiterhin andere Formulierungen unter dem Namen Roundup. Dieser Schritt könnte als Teil der Bemühungen des Unternehmens gesehen werden, die öffentliche Wahrnehmung und das Vertrauen in seine Produkte zu verbessern, während es gleichzeitig versucht, die rechtlichen Herausforderungen zu bewältigen.

