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BCA Research: Rezessionen folgen Muster – langfristige Aktiengewinne sicher

Trotz unvermeidlicher Konjunktureinbrüche bleiben langfristige Aktienrenditen laut BCA Research stabil und vorhersehbar.

BCA Research: Rezessionen folgen Muster – langfristige Aktiengewinne sicher

Rezessionen sind für Anleger gefürchtet – doch sie folgen einem konsistenten Muster. Das Analysehaus BCA Research hat in einem neuen Bericht untersucht, wie sich Finanzmärkte und Unternehmensfundamentaldaten typischerweise in wirtschaftlichen Abschwüngen verhalten. Die Erkenntnisse sind für langfristig orientierte Investoren durchaus beruhigend.

Laut BCA vollziehen sich Wendepunkte am Aktienmarkt in einer klar definierten Abfolge. Zuerst erreichen die Bewertungsmultiplikatoren – also Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis – ihren Höchststand, gefolgt von Kurs- und Margenrückgängen. Erst mit Beginn der eigentlichen Rezession geben schließlich Gewinne und Umsätze nach.

Die zeitliche Abfolge ist dabei bemerkenswert präzise: Historisch gesehen erreichen Bewertungsmultiplikatoren etwa zwölf Monate vor einer Rezession ihren Höhepunkt. Margen und Aktienkurse überschreiten ihren Zenit rund sechs bis acht Monate vor dem Abschwung, während Gewinne und Umsätze erst um den Rezessionsbeginn selbst ihren Gipfel erreichen.

Durchschnittliche Rezession dauert elf Monate

Die historischen Daten zur Nachkriegszeit zeigen: Eine durchschnittliche US-Rezession dauerte etwa elf Monate. Vom Rezessionsbeginn bis zum Markttief verlor der Aktienmarkt typischerweise rund 17 Prozent. Wichtig dabei: Die Märkte beginnen oft schon vor dem offiziellen Rezessionsbeginn zu fallen und erholen sich meist, bevor der wirtschaftliche Abschwung offiziell endet.

Auch auf Unternehmensebene hinterlassen Rezessionen Spuren. Der Gewinn pro Aktie sinkt vom Rezessionsbeginn bis zum Markttief im Schnitt um etwa acht Prozent, während die Umsätze um rund zwei Prozent zurückgehen. Diese Rückgänge sind zwar schmerzhaft, aber historisch gesehen begrenzt.

S&P 500: Jährliche Rendite von 9,6 Prozent erwartet

Die mittelfristigen Aussichten bleiben laut BCA-Simulationen trotzdem robust. Unter einem Basisszenario erwartet das Analysehaus für den S&P 500 eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 9,6 Prozent über die nächsten fünf Jahre. Die Wahrscheinlichkeit, in diesem Zeitraum Verluste zu erleiden, beziffert BCA auf lediglich 13 Prozent.

Selbst bei häufigeren oder längeren Rezessionen bleibt das erwartete Niveau des S&P 500 in fünf Jahren weitgehend über dem aktuellen Stand. Nur wenn Rezessionen gleichzeitig länger, häufiger und deutlich schädlicher werden, verschlechtern sich die langfristigen Ergebnisse spürbar. BCA betont damit, dass Rezessionen den langfristigen Aufwärtstrend von Aktien selten dauerhaft unterbrechen.

Für Anleger relevant ist zudem der Hinweis von BCA auf mögliche Verschiebungen innerhalb der Märkte. Rezessionen können die Marktführerschaft unterhalb der Indexebene neu ordnen – oft kommt es zu Umschichtungen zwischen zyklischen Sektoren wie Industrie oder Konsum und defensiven Bereichen wie Versorger oder Gesundheit. Solche Verschiebungen können langanhaltend sein und bestimmen, welche Branchen nach dem Abschwung eine Outperformance erzielen.

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