Beiersdorf senkt Umsatzprognose nach Nachfrageeinbruch
Schwache Hautpflegemärkte und Konsumflaute belasten das Wachstum des Nivea-Herstellers

Der Hamburger Konzern Beiersdorf hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr erneut nach unten korrigiert. Der Hersteller der bekannten Hautpflegemarke Nivea spürt die Auswirkungen einer anhaltenden Konsumflaute, die vor allem in den Schwellenländern zu einer sinkenden Nachfrage geführt hat. Unternehmenschef Vincent Warnery erklärte, der Markt für Hautpflegeprodukte habe sich im dritten Quartal weiter abgeschwächt. Diese Entwicklung zwinge das Unternehmen dazu, seine Erwartungen für das Jahreswachstum anzupassen.
Für das sogenannte Consumer-Geschäft, zu dem Marken wie Nivea, Eucerin und Labello gehören, erwartet Beiersdorf nun ein organisches Umsatzwachstum von rund 2,5 Prozent. Noch im August war der Konzern von einem Plus zwischen drei und vier Prozent ausgegangen. Damit muss das Unternehmen innerhalb weniger Monate zum zweiten Mal seine Ziele senken. Warnery begründete die Anpassung mit der schwachen Konsumlaune, die in vielen Märkten spürbar sei und sich insbesondere auf den Bereich der Hautpflegeprodukte auswirke.
Das zweite Standbein des Konzerns, die Klebstoffsparte Tesa, bleibt von der Prognoseänderung unberührt. Beiersdorf hält hier an seinen bisherigen Erwartungen fest. Für den gesamten Konzern rechnet das Management nun mit einem organischen Umsatzwachstum von rund 2,5 Prozent, nachdem zuvor noch ein Wert von etwa drei Prozent prognostiziert worden war. Die operative Ebit-Umsatzrendite ohne Sondereffekte soll trotz der schwächeren Umsätze weiterhin leicht über dem Vorjahresniveau von 13,9 Prozent liegen.
Im dritten Quartal 2025 erzielte Beiersdorf einen Umsatz von 2,35 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 0,9 Prozent entspricht. Besonders die Kernmarke Nivea musste Einbußen hinnehmen: Der Umsatz sank um 2,6 Prozent, organisch ergab sich ein Minus von 0,4 Prozent. Analysten hatten zuvor im Durchschnitt mit einem Konzernumsatz von rund 2,3 Milliarden Euro gerechnet, womit die tatsächlichen Ergebnisse leicht über den Erwartungen lagen. Dennoch zeigt sich die Belastung durch das schwächere Konsumumfeld deutlich, da selbst starke Marken wie Nivea derzeit unter Druck stehen.
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Zur AktienanalyseBeiersdorf versucht, mit Effizienzsteigerungen und einer stärkeren Fokussierung auf margenstarke Produkte gegenzusteuern. Der Konzern bleibt trotz der Herausforderungen bei seiner Einschätzung, dass sich die operative Ertragskraft insgesamt leicht verbessern kann, auch wenn die Wachstumsdynamik im laufenden Jahr geringer ausfallen dürfte als ursprünglich erwartet.


