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Bergbauunternehmen rekrutieren US-Generäle für Milliarden-Aufträge vom Pentagon

Pensionierte Militärs sollen Zugang zu staatlichen Fördergeldern für kritische Rohstoffe sichern

Bergbauunternehmen rekrutieren US-Generäle für Milliarden-Aufträge vom Pentagon

Westliche Bergbauunternehmen setzen zunehmend auf die Expertise pensionierter US-Militärs. Allein im vergangenen Jahr haben Firmen mindestens ein Dutzend ehemaliger amerikanischer Generäle, Obersten und Admiräle in ihre Vorstände oder Führungspositionen berufen. Der Grund: Sie sollen den Zugang zu Milliarden-Dollar-Programmen des US-Verteidigungsministeriums ebnen.

Das Pentagon investiert massiv in den Wiederaufbau nationaler Lieferketten für kritische Mineralien. Hintergrund ist die jahrelange Abhängigkeit von China, das die USA bei wichtigen Rohstoffen dominiert. Die pensionierten Generäle fungieren als Brückenbauer zwischen der Bergbauindustrie und Washington.

Ihre Aufgaben reichen weit über reine Repräsentation hinaus. Sie navigieren Geologen und Finanzmanager durch das komplexe Geflecht der US-Hauptstadt, knüpfen Kontakte zu Rüstungskonzernen und prüfen Geschäftsabschlüsse mit ausländischen Partnern auf mögliche Sicherheitsbedenken. Zudem beraten sie, welche Abgeordneten und Senatoren für die Unternehmensinteressen relevant sind.

Prominente Beispiele aus der Praxis

Das nordamerikanische Unternehmen Almonty Industries, das Wolfram in Europa und Südkorea abbaut, zeigt den Trend exemplarisch. Im März 2024 trat der pensionierte Vier-Sterne-General Gustave Perna dem Vorstand bei. Perna gilt als Logistikexperte der US-Armee. Im Dezember folgte Brigadegeneral Steven Allen als Chief Operations Officer.

Wolfram zählt zu den strategisch wichtigsten Rohstoffen für die Rüstungsindustrie. Das Metall wird unter anderem für panzerbrechende Munition und Hochleistungslegierungen benötigt. Die Vereinigten Staaten importieren derzeit rund 50 Prozent ihres Wolframbedarfs aus China.

Die Entwicklung zeigt, wie sehr sich die Bergbaubranche der Verteidigungsindustrie annähert. Kritische Mineralien werden zunehmend als Frage der nationalen Sicherheit behandelt. Unternehmen, die diese Rohstoffe fördern, richten ihre Strategien entsprechend aus und setzen auf militärische Expertise, um im Wettbewerb um staatliche Aufträge zu bestehen.

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