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Bessent zu Treasury-Ausverkauf: Dänemark "irrelevant"

US-Finanzminister Scott Bessent zeigt sich unbeeindruckt vom Verkauf amerikanischer Staatsanleihen durch europäische Investoren. Die Spannungen um Grönland sorgen weiterhin für Turbulenzen an den Märkten.

Bessent zu Treasury-Ausverkauf: Dänemark "irrelevant"

Die Eskalation im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa hat am Dienstag zu massiven Verkäufen amerikanischer Vermögenswerte geführt. US-Aktien und Anleihen gerieten unter Druck, nachdem Präsident Donald Trump mit 10-prozentigen Zöllen gegen acht europäische Länder gedroht hatte. Die Abgaben sollen ab dem 1. Februar gelten und später auf 25 Prozent steigen.

Dänischer Pensionsfonds verkauft US-Anleihen

Als Reaktion auf die Drohungen kündigte der dänische Pensionsfonds AkademikerPension den Verkauf von US-Staatsanleihen im Wert von 100 Millionen Dollar an. Anlagechef Anders Schelde begründete die Entscheidung mit den "schlechten US-Staatsfinanzen". Weitere europäische Investoren könnten diesem Beispiel folgen.

Bessent: "Dänemark ist irrelevant"

US-Finanzminister Scott Bessent zeigte sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos unbeeindruckt von diesen Entwicklungen. "Dänemarks Investition in US-Staatsanleihen ist, genau wie Dänemark selbst, irrelevant", erklärte Bessent auf einer Pressekonferenz. Die USA verzeichneten "Rekord-Auslandsinvestitionen" in ihre Staatsanleihen.

Kritik an Medienberichterstattung

Bessent warf den Medien vor, die Situation aufzubauschen. Die "Vorstellung, dass Europäer US-Vermögenswerte verkaufen würden", stamme von einem einzelnen Analysten der Deutschen Bank und sei von den "Fake News Medien" übertrieben worden. Der CEO der Deutschen Bank habe sich mittlerweile von dem Bericht distanziert.

Europäische Bestände in Billionenhöhe

Laut einer Analyse der Deutschen Bank vom 18. Januar halten europäische Länder US-Anleihen und Aktien im Wert von 8 Billionen Dollar. Die Bank hatte gewarnt, dass die USA auf ausländische Investoren angewiesen seien, um ihre großen Außenhandelsdefizite zu finanzieren. Eine Neuausrichtung europäischer Portfolios könnte erhebliche Auswirkungen auf die Märkte haben.

Grönland als strategisches Ziel

Die USA betrachten Grönland als nationales Sicherheitsproblem. Durch die Erwärmung der Arktis entstehen neue Handelsrouten, was ein potenzielles Machtspiel zwischen den USA, Russland und China eröffnet. Die grönländische Wirtschaftsministerin Naaja Nathanielsen bezeichnete Trumps Annexionspläne als "verheerend". Grönland sei offen für Geschäfte, stehe aber nicht zum Verkauf.

Historischer Vergleich

Bessent verwies auf den Kauf der Amerikanischen Jungferninseln von Dänemark während des Ersten Weltkriegs. Die USA hätten damals die strategische Bedeutung der Inseln "verstanden" – eine Anspielung auf die aktuelle Situation mit Grönland.

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