ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

BHP verschiebt Jansen-Projekt und meldet Rekordförderung

Kosten explodieren, Kupferproduktion sinkt – Nickelgeschäft steht vor möglichem Verkauf

BHP verschiebt Jansen-Projekt und meldet Rekordförderung

Ein milliardenschweres Großprojekt des weltweit größten börsennotierten Bergbaukonzerns verzögert sich erneut. Der australische Rohstoffgigant BHP Group hat eine Kostenüberschreitung von bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar beim Jansen-Kaliprojekt in Kanada bekannt gegeben. Gleichzeitig wurde die ursprünglich für Ende 2026 geplante erste Produktionsphase auf Mitte 2027 verschoben. Damit geraten die jahrelangen Bemühungen des Unternehmens, sich unabhängiger von Kupfer und Eisenerz aufzustellen, ins Stocken.

Die Investitionssumme für die erste Phase des Jansen-Projekts beläuft sich laut BHP nun auf 7,0 bis 7,4 Milliarden US-Dollar – deutlich mehr als die ursprünglich veranschlagten 5,7 Milliarden. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem gestiegene Kosten, Änderungen im Design und Umfang des Projekts sowie geringere Produktivität auf der Baustelle. Zusätzlich erwägt BHP eine zweijährige Verschiebung der Produktionsaufnahme der zweiten Projektphase auf das Geschäftsjahr 2031. Zur Begründung verwies der Konzern auf mögliche zusätzliche Kaliversorgung auf dem Weltmarkt in mittlerer Frist sowie eine turnusmäßige Überprüfung der Projektpriorisierung.

Trotz der Rückschläge beim Kaliprojekt verzeichnete BHP im Geschäftsjahr 2025 Rekordwerte bei der Förderung von Kupfer und Eisenerz. Die Kupferproduktion stieg auf 2,02 Millionen Tonnen und erreichte damit ein historisches Hoch. Für das kommende Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern jedoch mit einem Rückgang auf 1,8 bis 2,0 Millionen Tonnen. Verantwortlich dafür seien geplante niedrigere Erzgehalte in der chilenischen Vorzeigemine Escondida.

Auch beim Eisenerz lieferten die Förderanlagen des Konzerns in Westaustralien Bestwerte. Die Jahresproduktion erreichte 290 Millionen Tonnen und übertraf damit die Markterwartung von 288,1 Millionen Tonnen. Allein im vierten Quartal lag die Förderung bei 77,5 Millionen Tonnen – ebenfalls über den Prognosen.

Parallel dazu kündigte BHP eine Überprüfung seiner Nickelaktivitäten in Westaustralien an. Im Raum steht eine mögliche Veräußerung dieser Vermögenswerte, da die Sparte die Bilanz belastet. Trotz der Herausforderungen notierten die BHP-Aktien 2,8 Prozent im Plus und erreichten mit 40,2 australischen Dollar ein Viermonatshoch. Damit lagen sie über dem Anstieg des australischen Minenindex, der 2 Prozent zulegte.

BHPBergbauInvestitionenKupferNickel

Disclaimer