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BHP zieht sich aus Nickelprojekt in Tansania zurück

Lifezone übernimmt vollständige Kontrolle und sichert sich kompletten Zugriff auf Produktion und Abnahme

BHP zieht sich aus Nickelprojekt in Tansania zurück

Der Bergbaukonzern BHP hat seinen Anteil am Kabanga-Nickelprojekt in Tansania verkauft. Wie der Projektpartner Lifezone Metals mitteilte, übernimmt das Unternehmen die 17-prozentige Beteiligung von BHP an Kabanga Nickel Limited (KNL) für bis zu 83 Millionen US-Dollar. KNL ist der Hauptanteilseigner des Kabanga-Nickelprojekts im Nordwesten Tansanias. Mit dem Verkauf zieht sich BHP aus dem 2,5 Milliarden Dollar schweren Vorhaben vollständig zurück.

Lifezone Metals, das an der New Yorker Börse notiert ist, kündigte die vollständige Übernahme in einer Mitteilung vom Freitag an. Die Entwicklungs- und Baukosten des Projekts werden demnach auf insgesamt rund 2,49 Milliarden US-Dollar beziffert. Die erwartete Jahresproduktion soll nach vollständiger Inbetriebnahme bei etwa 50.000 Tonnen Nickel liegen. Die vollständige Hochlaufphase wird voraussichtlich sechs Jahre dauern. Eine endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt soll im kommenden Jahr getroffen werden.

BHP hatte sich 2022 bereit erklärt, bis zu 100 Millionen US-Dollar in das Projekt zu investieren, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt würden. Ein Sprecher des Konzerns lehnte eine Stellungnahme zu der aktuellen Entscheidung ab. Aus Unternehmenskreisen heißt es jedoch, dass BHP das Kabanga-Vorkommen nach wie vor als eines der besten unerschlossenen Nickel-Sulfid-Projekte weltweit einschätzt. Dennoch habe die unsichere Marktentwicklung bei Nickel sowie das interne Kapitalallokationsmodell des Unternehmens Investitionen in neue Nickelprojekte erschwert.

In den vergangenen Jahren hat BHP seine Strategie im Nickelgeschäft verändert. Der anhaltende Anstieg der Nickelproduktion in Indonesien führte zu einer Neubewertung der weltweiten Marktlage. Bereits im vergangenen Jahr stellte BHP seine australischen Nickel-West-Aktivitäten aufgrund eines schwachen Marktausblicks unter Pflege und Wartung. Eine Entscheidung über die künftige Nutzung dieser Anlagen soll spätestens Anfang 2027 getroffen werden.

Durch den Erwerb der BHP-Anteile besitzt Lifezone nun 100 Prozent an Kabanga Nickel Limited. Dieses Unternehmen wiederum hält 84 Prozent an der Tembo Nickel Corporation Limited, dem Betreiberunternehmen des Projekts in Tansania. Die restlichen 16 Prozent verbleiben im Besitz der tansanischen Regierung. Lifezone hat darüber hinaus sämtliche bisherigen Vereinbarungen mit BHP beendet und übernimmt nun auch die vollständige Kontrolle über die Abnahme der Nickelproduktion aus dem Kabanga-Projekt.

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