Bill Ackman nennt Kursverlust seines neuen Fonds „schlichtweg absurd"
Hedgefonds-Milliardär Bill Ackman verteidigt seinen neuen Fonds Pershing Square USA trotz schwacher Performance im bisherigen Jahresverlauf.

Bill Ackman, einer der bekanntesten Hedgefonds-Manager der Wall Street, hat den sinkenden Aktienkurs seines neu aufgelegten Fonds Pershing Square USA als „schlichtweg absurd" bezeichnet. Der Milliardär äußerte sich damit öffentlich zu einer Entwicklung, die Anleger und Marktbeobachter gleichermaßen beschäftigt: Ackmans Aktienfonds bleiben im bisherigen Jahresverlauf hinter dem breiteren Markt zurück.
Ackman hielt zuletzt seine erste Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen ab, seit er den gleichzeitigen Börsengang seines neuen Fonds Pershing Square USA sowie seiner Managementgesellschaft Pershing Square vollzogen hat. Dieser doppelte Börsengang markierte einen bedeutenden Schritt für den Investor, der mit spektakulären Wetten – sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse – international bekannt geworden ist.
Neuausrichtung des Portfolios soll Trendwende bringen
Um die schwache Performance umzukehren, setzt Ackman auf eine Neugestaltung des Portfolios. Zu den neu aufgenommenen Positionen zählen Beteiligungen an Unternehmen wie Netflix und Visa – zwei Schwergewichte, die in der globalen Finanzwelt für Wachstum und Stabilität stehen. Ackman hofft, dass diese strategischen Neuinvestitionen dazu beitragen können, die Lücke zum breiteren Markt zu schließen.
Für deutsche Privatanleger ist der Fall Ackman aus mehreren Gründen relevant. Pershing Square USA ist als börsennotierter geschlossener Fonds strukturiert, was bedeutet, dass seine Anteile an der Börse gehandelt werden und der Kurs vom tatsächlichen Nettoinventarwert abweichen kann. Genau dieses Phänomen – ein Handel mit deutlichem Abschlag zum inneren Wert – dürfte Ackman zu seiner scharfen Kritik bewogen haben.
Ackman als polarisierende Figur der Finanzwelt
Bill Ackman ist in der Investmentwelt eine schillernde und oft polarisierende Persönlichkeit. Sein Hedgefonds Pershing Square Capital Management verwaltet Milliarden von Dollar und ist für konzentrierte, langfristig ausgerichtete Beteiligungen bekannt. In der Vergangenheit sorgte Ackman mit großen Wetten – darunter milliardenschwere Leerverkäufe während der Corona-Pandemie – für Aufsehen.
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Zur AktienanalyseDer gleichzeitige Börsengang von Pershing Square USA und der Managementgesellschaft Pershing Square stellt ein ungewöhnliches Konstrukt dar, das Ackman eine breitere Investorenbasis erschließen soll. Die Reaktion des Marktes auf diesen Schritt war bislang jedoch verhalten, was sich im schwachen Kursverlauf des neuen Fonds widerspiegelt.
Ob die Neuausrichtung mit Positionen in Netflix und Visa die erhoffte Trendwende bringt, bleibt abzuwarten. Für Anleger, die Ackmans Strategie verfolgen, dürfte die nächste Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen ein wichtiger Gradmesser sein, wie sich das neu aufgestellte Portfolio schlägt.


