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Bitcoin auf Rekordhoch: Chancen und Risiken im Blick

Was Anleger jetzt wissen sollten – von Kursprognosen bis Steuerfallen

Bitcoin auf Rekordhoch: Chancen und Risiken im Blick

Der Bitcoin-Kurs hat ein neues Rekordhoch erreicht und nähert sich der 80.000-Dollar-Marke. Am Montag stieg der Wert der ältesten und wichtigsten Kryptowährung laut Handelsplattform Coinmarketcap auf 84.329 Dollar an, nachdem die Cyberdevise am Vortag die 80.000-Dollar-Marke überschritten hatte. Dies setzt den seit Mitte Oktober anhaltenden Aufwärtstrend fort und zieht das Interesse vieler Anleger an.

Die Frage nach der Rentabilität einer Bitcoin-Investition beschäftigt viele Anleger, ebenso wie die Unsicherheit, wie nachhaltig dieser Aufwärtstrend tatsächlich ist. Experten des Handelsblatts erklärten, dass Bitcoin auf einer dezentralen Datenbank, der sogenannten Blockchain, basiert und ohne zentrale Bank auskommt. Die begrenzte Menge an Bitcoins – maximal können 21 Millionen Coins entstehen – hat dazu geführt, dass die Nachfrage den Preis in die Höhe treibt.

Verschiedene Faktoren beeinflussen derzeit den Bitcoin-Kurs. Die US-Wahl und der angekündigte Krypto-Kurs von Donald Trump, der als „Krypto-Präsident“ den Aufbau einer nationalen Bitcoin-Reserve anstrebte, schenkten der Kryptowährung zusätzlichen Rückenwind. Auch die Zinserwartungen haben eine Rolle gespielt: sinkende Zinsen fördern riskantere Anlagen wie Kryptowährungen, da herkömmliche, zinstragende Anlagen an Attraktivität verlieren. Zuletzt jedoch stiegen die Zinserwartungen erneut, was die Bitcoin-Rally im Oktober kurzzeitig bremste.

Prognosen zum Bitcoin-Kurs variieren. Stijn Vander Straeten von Crypto Finance und der US-Trader Peter L. Brandt erwarten, dass der Kurs im vierten Quartal 2024 oder im ersten Quartal 2025 über 100.000 Dollar erreichen könnte. Dennoch ist der Bitcoin-Kurs volatil und könnte ebenso schnell fallen, wie er steigt. Anleger, die vor allem Sicherheit und Berechenbarkeit suchen, sollten daher Vorsicht walten lassen. Der Kurs könnte laut dem Kritiker Peter Schiff rasch absinken, vergleichbar mit einem Fahrstuhl, der nach oben steigt, um anschließend von der Klippe zu springen.

Wer sich dennoch für Bitcoin interessiert, sollte ihn nur in geringem Umfang ins Portfolio aufnehmen. Vermögensverwalter empfehlen, Kryptowährungen lediglich mit einem geringen einstelligen Prozentsatz zu gewichten, da sich die Anlageklasse erst noch etablieren muss. Anleger können Bitcoin entweder direkt über Kryptobörsen wie Binance, Coinbase oder deutsche Anbieter wie Bison und BSDEX erwerben oder indirekt über Zertifikate und ETNs, ohne selbst Coins zu besitzen.

Die Sicherheit der digitalen Vermögenswerte ist ein weiteres Thema. Anleger können Bitcoin entweder auf Kryptobörsen verwahren oder die Coins auf Wallets speichern, um so die volle Kontrolle über die Zugangsdaten zu behalten. Wichtig ist dabei, die Zugangscodes sicher aufzubewahren, da es keine Möglichkeit gibt, ein verlorenes Passwort zurückzusetzen.

Auch steuerlich birgt der Bitcoin-Handel Tücken: Gewinne unterliegen der Einkommensteuer, und private Veräußerungsgeschäfte mit Krypto-Coins müssen dokumentiert werden. Der private Handel ist jedoch nach einer Haltedauer von über einem Jahr steuerfrei.

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