Bitcoin durchbricht 122.000-Dollar-Marke mit neuer Dynamik
Politik, Großinvestoren und Schulden treiben den Kurs auf ein neues Rekordhoch

Der Bitcoin hat am Montagmorgen ein neues Allzeithoch erreicht und ist erstmals über die Marke von 122.000 Dollar gestiegen. Die Kryptowährung setzte damit ihren jüngsten Höhenflug fort, nachdem sie bereits in der Vorwoche deutlich an Wert gewonnen hatte. In der Nacht zog der Kurs nochmals kräftig an und erreichte fast 122.400 Dollar. Damit hat der Bitcoin innerhalb kürzester Zeit gleich mehrere Tausender-Marken durchbrochen und eine Sommer-Rally ausgelöst, die den Markt erfasst hat.
Noch im April war der Bitcoin-Kurs infolge wirtschaftspolitischer Verunsicherung in den USA auf etwa 75.000 Dollar gefallen. Die Zunahme um über 60 Prozent seit diesem Tiefpunkt spiegelt eine starke Erholung wider. Auch andere Kryptowährungen profitieren von dem Aufschwung. So konnte Ether, die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Digitalwährung, innerhalb weniger Wochen um 36 Prozent zulegen und überschritt erstmals seit Februar wieder die Marke von 3000 Dollar. Seit dem Rückschlag im Frühjahr hat sich ihr Kurs mehr als verdoppelt. Ein Upgrade der Ethereum-Blockchain nährt zusätzlich die Erwartungen vieler Investoren.
Einer der Hauptgründe für den aktuellen Aufwärtstrend ist die politische Unterstützung aus den USA. Präsident Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf seine Sympathie für Kryptowährungen bekundet und kurz nach seiner Amtseinführung eine nationale Bitcoin-Reserve eingeführt. Zuletzt verabschiedete der US-Kongress ein Gesetz zur Regulierung von Stablecoins. Diese an Fiatwährungen gekoppelte Form digitaler Währungen wird zunehmend von Unternehmen wie Walmart oder JP Morgan genutzt, die eigene Varianten planen. Die politische Rückendeckung schafft stabile Rahmenbedingungen, insbesondere für Blockchain-Projekte auf Basis von Ethereum.
Neben der politischen Unterstützung spielen institutionelle Investoren eine entscheidende Rolle. Das US-Softwareunternehmen Strategy, früher bekannt als MicroStrategy, hat allein in diesem Jahr fast 150.000 Bitcoin erworben und hält inzwischen über 593.000 Stück. Auch Unternehmen wie Metaplanet oder Gamestop folgen diesem Kurs. Zusätzlich ermöglichen seit vergangenem Jahr eingeführte Bitcoin-ETFs den Einstieg großer Vermögensverwalter, Pensionsfonds und Family-Offices. Das tägliche Angebot an neuen Bitcoin ist mit 450 Stück begrenzt, was bei steigender Nachfrage zu einem weiteren Preisanstieg führt.
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Zur AktienanalyseEin dritter Faktor ist die zunehmende Staatsverschuldung der USA. Präsident Trump setzte kürzlich ein umfassendes Haushaltsgesetz durch, das neue Schulden in Höhe von bis zu fünf Billionen Dollar ermöglicht. Einige Anleger sehen im Bitcoin eine Absicherung gegen solche staatlichen Geldmaßnahmen, da die Menge an Bitcoin auf maximal 21 Millionen Einheiten begrenzt ist.

