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Bitcoin erholt sich mit kräftigem Kursanstieg

Traditionshäuser lösen überraschende Nachfrageimpulse im Kryptomarkt aus

Bitcoin erholt sich mit kräftigem Kursanstieg

Der Bitcoin dürfte sich am Donnerstag nach einer längeren Schwächephase mit einem deutlichen Kursanstieg zurückgemeldet haben. Die älteste Digitalwährung hatte sich bis Dienstagabend um rund neun Prozent verteuert und lag bei 92.250 Dollar, nachdem sie 24 Stunden zuvor noch knapp 85.000 Dollar notiert hatte. Auch andere Kryptowährungen hatten zugelegt. Ether hatte sich um gut zehn Prozent auf etwas über 3000 Dollar verteuert, Solana um 13 Prozent auf 140 Dollar.

Ausgelöst wurde der Kursanstieg durch zwei Impulse aus traditionellen Finanzhäusern. Der Fondsanbieter Vanguard hatte angekündigt, seinen Kunden Zugang zu börsengehandelten Fonds zu eröffnen, die die Preisentwicklung von Bitcoin und weiteren digitalen Vermögenswerten nachzeichnen. Zudem hatte die Bank of America bestimmten Kundengruppen empfohlen, zwischen ein und vier Prozent des Portfolios in Kryptowährungen zu investieren. Für Anleger mit starkem Innovationsfokus und der Bereitschaft, höhere Schwankungen zu akzeptieren, könne eine solche Allokation angemessen sein, hieß es seitens der Bank.

Trotz des jüngsten Kursanstiegs blieb die Marktstimmung jedoch angespannt. Anfang Oktober hatte der Bitcoin ein Rekordhoch von 126.000 Dollar erreicht, war anschließend jedoch zeitweise um mehr als 30 Prozent gefallen und damit in einen Bärenmarkt eingetreten. Marktbeobachter diskutierten daher, ob es sich bei der Erholung lediglich um eine Bärenmarktrally handeln könnte, wie sie in längeren Schwächephasen häufig vorkommt.

Ein weiterer Fokus lag auf der Entwicklung der zehnjährigen Rendite japanischer Staatsanleihen. Diese war am Montag auf 1,8 Prozent gestiegen und damit so hoch wie seit 17 Jahren nicht mehr. Ein Anstieg könnte Kapital anziehen und Liquidität aus anderen Märkten, einschließlich Kryptowährungen, abziehen. Am Dienstag war die Rendite wieder leicht gesunken, was etwas Entlastung brachte. Gleichzeitig wiesen Experten darauf hin, dass sich die kurzfristigen technischen Indikatoren verbessert hätten, während langfristig eine breitere institutionelle Basis erforderlich wäre.

Auch die Aktie des Bitcoin-Treasury-Unternehmens Strategy hatte von der Erholung profitiert. Das Unternehmen hält rund 650.000 Bitcoins, finanziert durch Schulden, und ist damit der größte Akteur dieser Art. Der Kurs war zuvor noch stärker gefallen als der Bitcoin selbst, hatte am Dienstag im späten Handel jedoch mehr als acht Prozent zugelegt. Die enge Kopplung an die Kryptomärkte bleibt ein wesentlicher Faktor für die Bewertung des Unternehmens.

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