Bitcoin erholt sich über 61.000 Dollar nach massivem Krypto-Ausverkauf
Nach einem Absturz auf den schwächsten Stand des Jahres 2026 kämpft sich Bitcoin zurück – ausgelöst durch starke US-Arbeitsmarktdaten.

Bitcoin hat sich am Samstag wieder über die Marke von 61.000 Dollar erholt, nachdem die weltweit größte Kryptowährung kurzzeitig unter die psychologisch wichtige Schwelle von 60.000 Dollar gefallen war. Der Kurs erreichte zwischenzeitlich einen Tiefstand von 59.100 Dollar – den schwächsten Stand des Jahres 2026 – bevor er sich um mehr als 1.500 Dollar erholte. Zuletzt notierte Bitcoin mit einem Minus von 1,76 Prozent bei 61.336,90 Dollar.
Auslöser des Ausverkaufs waren stärker als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten. Der Nonfarm-Payrolls-Bericht vom Freitag veranlasste Anleger dazu, ihre Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve deutlich zurückzuschrauben. In der Folge stiegen die Renditen von US-Staatsanleihen sowie der US-Dollar, während Risikoanlagen unter Druck gerieten.
Der Druck blieb dabei nicht auf den Kryptomarkt beschränkt. Der Nasdaq 100 verlor rund 5 Prozent – der stärkste Rückgang seit April 2025 – und Halbleiteraktien verzeichneten zweistellige Verluste. Auch der S&P 500 gab um 2,6 Prozent nach, da Anleger aus spekulativen Vermögenswerten umschichteten.
Liquidationswelle von 1,6 Milliarden Dollar trifft den Kryptomarkt
Der massive Ausverkauf im Kryptosektor löste eine Welle von Zwangsliquidationen bei gehebelten Positionen aus. Laut Daten des Analyseanbieters CoinGlass wurden innerhalb von 24 Stunden Positionen im Wert von rund 1,6 Milliarden Dollar liquidiert, wobei Long-Positionen den Großteil der Verluste trugen. Auf Bitcoin entfielen dabei mehr als 500 Millionen Dollar der Liquidationen, während Ether für über 400 Millionen Dollar verantwortlich war.
Zusätzlich belasteten institutionelle Abflüsse die Marktstimmung. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in den vergangenen zwei Wochen erhebliche Mittelabflüsse, wodurch eine wichtige Nachfragequelle wegfiel, die die Preise zu Beginn des Jahres noch gestützt hatte.
Für weitere Verunsicherung sorgte die Offenlegung des Unternehmens Strategy, das zum ersten Mal seit 2022 Bitcoin verkauft hat. Obwohl die Transaktion nur einen kleinen Teil der Gesamtbestände betraf, schürte der Schritt Spekulationen über mögliche weitere Verkäufe eines der prominentesten langfristigen Bitcoin-Halter am Markt.
Gesamter Kryptomarkt unter Druck
Auch andere digitale Vermögenswerte blieben trotz der Bitcoin-Erholung deutlich unter Druck. Ether, die weltweit zweitgrößte Kryptowährung, fiel um 4,50 Prozent auf 1.588,81 Dollar und lag auf Wochensicht rund 21 Prozent im Minus. XRP verlor 1,70 Prozent auf 1,0995 Dollar und büßte im Wochenvergleich mehr als 15 Prozent ein.
Solana und Cardano konnten einen Teil ihrer Verluste wettmachen und notierten zuletzt 3,24 Prozent beziehungsweise 1,20 Prozent im Minus. BNB gab um 1,11 Prozent nach. Unter den Memecoins verzeichneten Dogecoin und $TRUMP Abschläge von 1,89 Prozent beziehungsweise 5,47 Prozent.
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Zur AktienanalyseSchlüsselmarke 60.000 Dollar im Fokus
Marktteilnehmer beobachten nun genau das Niveau von 60.000 Dollar. Ein nachhaltiger Durchbruch unter diese Schwelle könnte nach Einschätzung von Händlern weitere Kursverluste einleiten. Eine erfolgreiche Verteidigung dieser Unterstützungszone hingegen könnte dazu beitragen, die Marktstimmung nach einer der volatilsten Wochen des Kryptomarktes im Jahr 2026 zu stabilisieren.
Die Kombination aus enttäuschten Zinssenkungshoffnungen, massiven Liquidationen, institutionellen Abflüssen und dem überraschenden Bitcoin-Verkauf von Strategy zeigt, wie anfällig der Kryptomarkt derzeit für externe Schocks ist. Anleger dürften die kommenden Handelstage und insbesondere die Entwicklung rund um die 60.000-Dollar-Marke genau im Blick behalten.


