Bitcoin stabilisiert sich nach Kursrutsch
Langfristige Anleger, Wale und Stablecoins stützen die Marktentwicklung

Der Bitcoin hat sich von den jüngsten Kursverlusten, die durch die Zollpolitik des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ausgelöst wurden, zunächst erholt. Die Kryptowährung notierte zuletzt wieder deutlich über der Marke von 88.000 US-Dollar. Damit hat sie die Verluste, die durch den sogenannten Trump-Schock entstanden waren, weitgehend kompensiert. Besonders Anleger, die am Tiefpunkt am 9. April eingestiegen sind, konnten bereits einen Gewinn von rund 18 Prozent verzeichnen. Aus charttechnischer Sicht gibt es zudem Anzeichen für einen möglichen Trendwechsel. Der Kurs liegt inzwischen über der 50- und auch wieder über der 200-Tage-Linie. Diese Entwicklung wird von Analysten häufig als Kaufsignal gewertet.
Trotz eines sogenannten Death Cross, bei dem der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt, sehen einige Experten erste Anzeichen für eine Stabilisierung. Die Kryptowährung zeigt sich widerstandsfähiger als viele andere Anlageklassen. Während globale Aktienmärkte und insbesondere Technologiewerte wie Apple und Nvidia teils deutliche Verluste verzeichneten, blieb der Bitcoin vergleichsweise stabil. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus rund neun Prozent. Auch der Vergleich mit dem Weltaktienindex MSCI World zeigt, dass Bitcoin derzeit nicht stärker unter Druck steht als andere Anlageklassen.
Ein genauer Blick auf die Verkäuferseite zeigt zudem, dass kein flächendeckender Verkaufsdruck herrscht. Die Verkäufe stammen überwiegend von kurzfristigen Investoren und dem Retail-Sektor. Langfristige Halter, also Anleger mit Beständen von mehr als 155 Tagen, sind hingegen zuletzt wieder stärker vertreten. Neben diesen privaten Verkäufern trugen auch Bitcoin-Miner zum Verkaufsdruck bei. Nach der jüngsten Halbierung der Belohnung für das Schürfen neuer Coins sahen sich viele Miner gezwungen, Bestände zu verkaufen – teilweise auch, um in neue Hardware zu investieren.
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Zur AktienanalyseGroße Investoren, die sogenannten Wale, haben sich hingegen zuletzt zurückgehalten. Der Transfer von Bitcoin auf Kryptobörsen, ein Indiz für Verkaufsabsichten großer Anleger, ist rückläufig. Stattdessen zeigen Daten, dass Adressen mit hohen Beständen seit Ende März vermehrt Bitcoin kaufen. Auch institutionelle Käufer wie das Softwareunternehmen Strategy haben zuletzt wieder zugekauft. Auffällig ist zudem die Entwicklung bei Stablecoins: Während die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen insgesamt zurückging, erreichten Stablecoins ein neues Rekordniveau. Viele Anleger nutzen diese als Zwischenlösung, was darauf hindeutet, dass sie im Krypto-Ökosystem verbleiben und lediglich auf neue Kaufgelegenheiten warten.


