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Bitcoin über 63.000 Dollar: Juli-Plus von 7,5 Prozent trotz Rückgang

Bitcoin schloss den Juli mit einem Gewinn von 7,5 Prozent ab, gibt aber Anfang August leicht nach.

Bitcoin über 63.000 Dollar: Juli-Plus von 7,5 Prozent trotz Rückgang

Bitcoin notierte am Samstag, dem 1. August, knapp über 63.000 US-Dollar und verzeichnete innerhalb von 24 Stunden ein Minus von rund 1,3 Prozent. Damit beendete die führende Kryptowährung den Juli dennoch mit einem beachtlichen Plus von etwa 7,5 Prozent – trotz steigender Anleiherenditen, anhaltender Zinssorgen und einer Schwäche bei KI-bezogenen Aktien. Um 04:51 Uhr ET notierte Bitcoin konkret bei 63.104,10 US-Dollar, ein Rückgang von 1,13 Prozent.

Analysten erwarten, dass der Handel im August volatil bleiben und sich in einer engen Spanne bewegen wird. Anleger beobachten dabei vor allem die Aussichten auf Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve, die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten sowie die Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs.

Geringere Hebelwirkung stützt Bitcoin

Die Analysten von Bitfinex erklärten, dass Bitcoin mit einer geringeren Hebelwirkung als Aktien in die jüngste Fed-Sitzung gegangen sei. Hintergrund: Derivatepositionen wurden während des Ausverkaufs Ende Juni bereinigt, nachdem Bitcoin am 1. Juli kurzzeitig unter 58.000 US-Dollar gefallen war. Die durchschnittlichen täglichen Krypto-Liquidationen blieben seither unter der typischen Spanne von 400 bis 500 Millionen US-Dollar. Dies verringerte den Umfang von Zwangsverkäufen, als die allgemeine Risikobereitschaft der Marktteilnehmer nachließ.

Schwerwiegender Hack bei Coldcard-Hardware-Wallets

Ein gravierender Sicherheitsvorfall sorgt zusätzlich für Unruhe am Markt. Galaxy Research gab bekannt, dass am 30. Juli innerhalb von nur 41 Minuten insgesamt 1.082,65 Bitcoin im Wert von rund 70 Millionen US-Dollar aus 1.196 Wallets entwendet wurden. Der Angreifer soll private Schlüssel offline rekonstruiert haben, nachdem ein Firmware-Fehler bei Coldcard-Hardware-Wallets vorhersehbare Wallet-Seeds generiert hatte.

Die gestohlenen Bitcoin befinden sich weiterhin auf vier Adressen. Analysten warnten vor weiteren möglichen Diebstählen und davor, dass potenzielle Liquidationen dieser Bestände den Preis belasten könnten. Der Vorfall hat die Debatte um die Eigenverwahrung von Kryptowährungen neu entfacht: Hardware-Wallets sind eigentlich darauf ausgelegt, private Schlüssel sicher offline zu halten. Die Sicherheitslücke bei Coldcard zeigte jedoch, dass Schwachstellen bei der Seed-Generierung Guthaben gefährden können – ohne dass ein Angreifer physischen Zugriff auf das Gerät benötigt.

Institutionelle Nachfrage und Tether im Fokus

Die institutionelle Nachfrage bleibt ein zentraler Faktor für die weitere Preisentwicklung. Analysten betonen, dass anhaltende Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs den Kurs stützen könnten – ein entsprechendes Signal steht jedoch noch aus. Ein stärkerer US-Dollar, höhere Realrenditen und eine schwache ETF-Nachfrage würden hingegen ein schwierigeres Marktumfeld schaffen.

Tether, der Emittent des größten Stablecoins USDT, erhöhte seine Bitcoin-Reserven im zweiten Quartal um 1.796 Coins auf nun insgesamt 98.933 BTC. Das Unternehmen meldete einen Betriebsgewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar, obwohl der Puffer an Überschussreserven um die Hälfte auf 4,11 Milliarden US-Dollar sank. Ende Juni hielt Tether Vermögenswerte in Höhe von 187,75 Milliarden US-Dollar gegenüber Verbindlichkeiten von 183,64 Milliarden US-Dollar. Die USDT-Emission stieg auf 184,6 Milliarden US-Dollar. Zudem fügte das Unternehmen seinen Reserven im Quartal 14 Tonnen Gold hinzu.

Altcoins im Minus – Cardano als Ausnahme

Im breiteren Kryptomarkt verzeichneten Altcoins im dünnen Samstagshandel überwiegend Verluste. Ethereum, die weltweit zweitgrößte Kryptowährung, verlor 1,14 Prozent und notierte bei 1.868,85 US-Dollar. XRP gab um 1,40 Prozent auf 1,0621 US-Dollar nach, während Solana um 0,83 Prozent sank. Cardano bildete eine Ausnahme und legte um 0,99 Prozent zu. Dogecoin notierte am Berichtstag nahezu unverändert.

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