Bitcoin über 70.000 Dollar gestiegen
Politische Entwicklungen beeinflussen die Krypto-Märkte vor den US-Wahlen

Die größte Kryptowährung, Bitcoin, hat in der Nacht zum Dienstag einen deutlichen Wertzuwachs verzeichnet und überschritt die 70.000-Dollar-Marke. Dieser Anstieg könnte teilweise auf die Entwicklungen im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen zurückzuführen sein, bei denen der Republikaner Donald Trump in Umfragen leicht vorne liegt. Der Bitcoin erreicht damit ein Dreimonatshoch und steht nur noch etwa drei Prozent unter dem Rekordhoch von 73.700 Dollar. Auch Dogecoin, eine kleinere Kryptowährung, die von Tesla-Chef Elon Musk unterstützt wird, verzeichnete einen Anstieg von über zehn Prozent.
In den Monaten zuvor war Bitcoin in einer relativ stabilen Preisspanne zwischen 60.000 und 68.000 Dollar gefangen, was den Begriff „Boring Bitcoin“ in der Krypto-Community populär machte. Diese Phase der Seitwärtsbewegung war für eine Kryptowährung, die normalerweise für ihre hohe Volatilität bekannt ist, eher ungewöhnlich. Die plötzliche Kursbewegung könnte durch die Wettmärkte beeinflusst worden sein, wo Trump eine 66-prozentige Gewinnchance prognostiziert wird. Experten vermuten, dass ein Wahlsieg Trumps den Kryptomarkt insgesamt stärker ankurbeln würde als ein Sieg seiner Konkurrentin Kamala Harris.
Der Kryptoinvestor äußerte die Ansicht, dass die Preise für digitale Währungen in einem Szenario, in dem Trump die Wahl gewinnt, mehr ansteigen würden. Trump hat sich in der Vergangenheit als Befürworter der Kryptoindustrie positioniert, während Harris ebenfalls positive Signale an die Krypto-Community gesendet hat. Trotz der Stabilität im Sommer war das Jahr für digitale Währungen insgesamt ereignisreich, insbesondere mit der Einführung der ersten börsengehandelten Fonds (ETFs) in den USA im Januar, die es Investoren erleichterten, von den Kursbewegungen des Bitcoins zu profitieren, ohne ihn direkt halten zu müssen.
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Zur AktienanalyseZusätzlich sorgte Hedgefonds-Milliardär Paul Tudor Jones für Aufsehen, als er seine Sorgen über steigende Staatsschulden und potenzielle radikale Importzölle äußerte, die Trump im Falle eines Wahlsiegs einführen könnte. Jones sieht in Bitcoin und Gold eine Absicherung gegen Inflation. Im US-Wahlkampf hat die Kryptoindustrie eine bedeutende Rolle gespielt und insgesamt 119 Millionen Dollar an Kandidaten beider Parteien gespendet, was die Relevanz der Branche in aktuellen politischen Diskursen unterstreicht.


