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Bitcoin und Ether stark gefallen

Globale Finanzkrise belastet Kryptowährungen und Märkte

Bitcoin und Ether stark gefallen

Die kritische Phase an den internationalen Finanzmärkten hat in der Nacht zum Montag auch die Kryptomärkte erfasst. Der Bitcoin, die größte und älteste Kryptowährung, verzeichnete einen dramatischen Rückgang von elf Prozent und fiel am frühen Morgen deutscher Zeit unter die Marke von 55.000 Dollar. Dies markiert den tiefsten Stand des Bitcoin seit Februar dieses Jahres.

Ether, die zweitgrößte Kryptowährung, erlebte einen noch stärkeren Rückgang. Der Kurs von Ether fiel um 22 Prozent und notierte bei 2272 Dollar. Damit hat Ether sämtliche Gewinne des laufenden Jahres wieder verloren. Neben Bitcoin und Ether verzeichneten auch viele andere Kryptowährungen deutliche Kursverluste.

Der Ursprung der massiven Kursrückgänge lässt sich nicht auf einen einzelnen spezifischen Grund zurückführen. Am Freitag waren die Aktienmärkte in Europa, den USA und Asien bereits stark unter Druck geraten. Schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgten für Unsicherheit und nährten die Sorge vor einer möglichen Rezession in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Zusätzlich sorgte die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, die Zinsen frühestens im September zu senken, für weitere Verunsicherung. Viele einflussreiche Investoren halten diesen Schritt für zu spät. Auch die jüngsten Maßnahmen der japanischen Notenbank, die die Zinsen anhob, trugen zur Unsicherheit bei und drückten die Aktienkurse weiter nach unten.

Am Montagmorgen eröffneten die asiatischen Börsen daher ebenfalls mit deutlichen Verlusten. Der Aktienmarkt in Südkorea büßte vier Prozent ein, während der japanische Topix-Index zu Handelsbeginn um über sieben Prozent nachgab.

Warren Buffett, CEO von Berkshire Hathaway, sorgte am Samstag für Aufsehen, als er knapp die Hälfte seiner Apple-Anteile veräußerte. Dies stellt den größten Verkauf von Aktien im zweiten Quartal dar und sendet ein starkes Signal an die Investoren.

Für viele Anleger ist der aktuelle Rückgang der Kryptowährungen besonders schmerzhaft, da erst Mitte Juli börsengehandelte Fonds für Ether, sogenannte Ether-ETFs, eingeführt wurden. Diese sollten sowohl Kleinanlegern als auch Institutionen den Zugang zu Kryptoinvestments erleichtern. Bitcoin-ETFs, die seit Januar zugelassen sind, hatten im Vorfeld der Einführung große Kursgewinne erzielt. Nun bleibt abzuwarten, wie die ETF-Anleger mit den aktuellen erheblichen Kursveränderungen umgehen werden.

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