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Bitcoin unter 80.000 Dollar

Weltweite Marktunsicherheiten und Trump-Zollpläne belasten Kryptowährungen

Bitcoin unter 80.000 Dollar

Der Bitcoin-Kurs hat erstmals seit November wieder die Marke von 80.000 Dollar unterschritten. Der Wert der ältesten und bekanntesten Kryptowährung fiel am Vormittag auf rund 78.200 Dollar, nachdem er zu Beginn der Woche noch bei etwa 95.000 Dollar gelegen hatte. Dies markiert einen signifikanten Rückgang von über 28 Prozent seit dem Rekordhoch von 109.356 Dollar, das der Bitcoin am Tag der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident erreichte. Auch andere Kryptowährungen wie Ethereum, Solana und Ripple verzeichneten teils noch größere Verluste. Ethereum fiel auf 2.100 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Januar 2024.

Beobachter führen den Rückgang unter anderem auf die Zollpläne der Trump-Regierung zurück. Diese hatte kürzlich angekündigt, 25 Prozent Zölle auf Importe aus der EU zu erheben. Diese Entscheidung setzte nicht nur den Kryptomarkt unter Druck, sondern auch die traditionellen Aktienmärkte. Analysten vermuten, dass viele Anleger sich aus risikoreichen Anlagen wie Bitcoin zurückzogen und in sicherere Werte flüchteten. Ein weiterer Faktor könnte die Enttäuschung der Bitcoin-Investoren über die bislang ausbleibenden konkreten Maßnahmen seitens der US-Regierung sein. Trump hatte vor seiner Wahl angekündigt, den Krypto-Sektor deregulieren und eine Bitcoin-Reserve einführen zu wollen. Trotz einiger kryptofreundlicher Ernennungen in der Regierung gab es bislang keine wesentlichen Schritte in dieser Richtung.

Die fehlenden neuen Impulse führten dazu, dass das Momentum für Bitcoin und andere Kryptowährungen nachließ. Kritiker betonen, dass viele Käufer in erster Linie auf Wertsteigerungen setzten und weniger an den Funktionen der digitalen Währungen interessiert seien. Diese Spekulationen werfen ein weiteres Licht auf die volatilen Schwankungen des Marktes und die Unsicherheiten im Krypto-Bereich. Darüber hinaus hatte ein milliardenschwerer Diebstahl von Digitalgeldern an der Kryptobörse Bybit in Dubai die Vertrauenskrise im Markt weiter angeheizt. Kriminelle hatten dort 1,5 Milliarden Dollar umgeleitet. Auch die Einführung des Trump-Meme-Coins sorgte für Diskussionen. Viele Kritiker vermuten ein "Pump-and-Dump"-Schema, bei dem der Wert der Digitalmünze künstlich in die Höhe getrieben und anschließend abgestoßen wurde, was zu erheblichen Verlusten bei den Anlegern führte.

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