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Bitcoin zwischen Hoffnung und Unsicherheit

Inflation, Zölle und Charttechnik prägen die volatile Kursentwicklung der Kryptowährung

 Bitcoin zwischen Hoffnung und Unsicherheit

Der Bitcoin hat in den vergangenen Wochen deutlich an Wert verloren. Seit der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident büßte die Kryptowährung mehr als ein Fünftel ihres Kurswertes ein. Zwischenzeitlich sank der Preis einer digitalen Münze auf knapp die Hälfte dessen, was Trump sich Medienberichten zufolge gewünscht hatte. Zuletzt notierte der Bitcoin bei 84.700 US-Dollar.

Der Wahlsieg Trumps im November hatte zunächst für Optimismus unter Krypto-Anlegern gesorgt. Der Kurs stieg zwischenzeitlich auf über 109.000 Dollar. Gründe für den Anstieg lagen unter anderem in der angekündigten strategischen Bitcoin-Reserve der USA sowie personellen Veränderungen bei der US-Börsenaufsicht SEC, die nun stärker von Krypto-Befürwortern geprägt ist. Gleichzeitig wuchs jedoch auch die Sorge vor einer anhaltend hohen Inflation.

Die Inflation in den USA lag zuletzt bei 2,4 Prozent und damit weiterhin über dem Zielwert von zwei Prozent. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte die US-Notenbank Federal Reserve gezwungen sein, ihre Geldpolitik zu verschärfen und die Leitzinsen anzuheben. Eine solche Entwicklung würde spekulative Anlageklassen wie Kryptowährungen unter Druck setzen, da Investoren dann eher auf traditionelle sichere Häfen wie Gold oder Staatsanleihen zurückgreifen würden.

Zusätzliche Unsicherheit entstand durch die von Trump angekündigten neuen Einfuhrzölle. Diese belasteten nicht nur globale Aktienmärkte, sondern auch den Bitcoin-Kurs. Zwar sorgte ein 90-tägiges Moratorium für Länder außer China für kurzfristige Entspannung, jedoch reichten diese Maßnahmen nicht aus, um die Verluste vollständig auszugleichen. Auch die Ausnahme von Zöllen auf Computer und Smartphones konnte den Abwärtstrend zunächst nicht stoppen.

Technische Analysen zeigen ein uneinheitliches Bild. Jüngst bildete sich im Bitcoin-Chart ein sogenanntes Death Cross, was auf einen potenziell anhaltenden Abwärtstrend hindeutet. Gleichzeitig verlaufen die betroffenen Durchschnittslinien so eng beieinander, dass auch ein schneller Umschwung zum sogenannten Golden Cross möglich wäre. Dieses Muster hatte bereits Ende Oktober 2024 zu einem deutlichen Kursanstieg geführt.

Neben dem schwachen Dollar, der seit Jahresbeginn gegenüber dem Euro um 9,5 Prozent abgewertet hat, könnte auch die aktuelle Anlegerstimmung Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen. Der sogenannte Fear-and-Greed-Index notierte zuletzt bei 25 Punkten, was als Zeichen großer Angst gewertet wird. Historisch wurde dies oft als Hinweis auf eine bevorstehende Erholung verstanden.

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