BlackRock setzt 2026 auf KI, Erträge und Diversifikation
Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat seine Anlagestrategie für 2026 vorgestellt. Mit einem verwalteten Vermögen von über 13 Billionen US-Dollar setzt das Unternehmen auf drei zentrale Säulen: Künstliche Intelligenz, Ertragsinvestitionen und Por

BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter mit über 13 Billionen US-Dollar an verwalteten Kundengeldern, hat seine Investmentstrategie für das Jahr 2026 konkretisiert. Jay Jacobs, Leiter der Abteilung für Aktien-ETFs bei BlackRock, erläuterte den Ansatz, der auf drei Kernthemen basiert: Künstliche Intelligenz, Ertragsgenerierung und Diversifikation.
Präzision statt breite Streuung
Anleger sollten weiterhin auf Wachstum setzen, jedoch mit mehr Präzision als in der Vergangenheit. Der Grund: Die hohe Konzentration am US-Aktienmarkt, wo die sogenannten "Magnificent Seven"-Technologieaktien mittlerweile über 40 Prozent des S&P 500 Index ausmachen. Viele Investoren reagieren darauf, indem sie bewusster entscheiden, wie viel Konzentration sie in ihrem Portfolio wünschen. Einige wählen eine Gleichgewichtung des US-Aktienmarktes, um das Konzentrationsrisiko zu steuern.
KI bleibt langfristiges Investmentthema
BlackRock betrachtet Künstliche Intelligenz weiterhin als langfristigen, kapitalintensiven Investitionszyklus. Die Infrastrukturausgaben bleiben hoch, während Produktivitätssteigerungen und Gewinnwachstum durch KI-bezogene Investitionen gestützt werden. Das Unternehmen bietet selbst KI-fokussierte Fonds an, wie den iShares A.I. Innovation and Tech Active ETF (BAI), der bereits Vermögenswerte von über 8 Milliarden US-Dollar angesammelt hat. Der gesamte KI-ETF-Markt ist in den letzten Jahren auf über 1 Milliarde US-Dollar angewachsen.
Fokus auf Ertragsgenerierung
Das aktuelle Zinsumfeld und die Erwartung weiterer Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve machen Ertragsinvestitionen zu einem zentralen Thema. Sinkende Zinsen setzen die Renditen von Baranlagen unter Druck. "Wir befinden uns in einem Umfeld sinkender Zinsen. Wir erwarten in diesem Jahr einige Zinssenkungen. Wir müssen neue Ertragsquellen finden, um Ihr Portfolio zu diversifizieren und daraus Einkommen zu generieren", erklärte Jacobs. Anleger, die sich bisher auf Geldmarktfonds verlassen haben, müssen möglicherweise umpositionieren.
Diversifikation als Risikomanagement
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Zur AktienanalyseDie dritte Säule der BlackRock-Strategie ist Diversifikation. Volatilitätsphasen treten häufiger auf, während traditionelle Portfoliokonstruktionen wie das klassische 60/40-Portfolio aus Aktien und Anleihen sich in Stressphasen als weniger zuverlässig erweisen. Jacobs zufolge suchen Anleger deshalb nach Vermögenswerten, die sich anders verhalten als traditionelle Aktien und Anleihen.
Realistische Renditeerwartungen
Die zugrunde liegende Botschaft von BlackRock: Anleger hatten in den letzten zehn Jahren außergewöhnliches Glück mit dem US-Aktienmarkt, der eine annualisierte Rendite von 13,5 Prozent erzielte. Es wäre jedoch riskant zu erwarten, dass dieser Lauf in ähnlichem Tempo anhält. "Viele erwarten, dass diese Renditen niedriger ausfallen werden", warnte Jacobs. Für deutsche Anleger bedeutet dies, ihre Portfolios strategisch anzupassen und nicht mehr ausschließlich auf die bisherigen Gewinner zu setzen.


