BlackRock steigert Quartalsgewinn um 46 Prozent dank Rekordzuflüssen
Höhere Anlagegebühren und ein Rekordquartal im ETF-Geschäft treiben den Nettogewinn des weltgrößten Vermögensverwalters deutlich nach oben.

BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter, hat im ersten Quartal einen Nettogewinn von 2,2 Milliarden US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit übertrifft das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich und setzt ein starkes Zeichen inmitten eines turbulenten Marktumfelds.
Bereinigt um Einmaleffekte wie Akquisitionskosten verdiente BlackRock 12,53 US-Dollar je Aktie. Analysten, die vom Finanzdatenanbieter FactSet befragt wurden, hatten lediglich 11,65 US-Dollar je Aktie erwartet. Das Unternehmen übertraf die Konsensschätzungen damit um rund 7,5 Prozent.
Rekordquartal im ETF-Geschäft
Ein wesentlicher Wachstumstreiber war das ETF-Geschäft der Marke iShares, das ein Rekordquartal verzeichnete. Insgesamt flossen BlackRock im Berichtsquartal Nettomittel in Höhe von 130 Milliarden US-Dollar zu. Diese starken Zuflüsse unterstreichen das anhaltende Vertrauen institutioneller und privater Anleger in die Produkte des Unternehmens.
Die sogenannten Basisgebühren – also Anlageverwaltungsgebühren, die nicht an die Fondsperformance gebunden sind – stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent, bereinigt um die Auswirkungen von Marktbewegungen. Diese Gebührenstruktur sorgt für eine stabile und planbare Einnahmebasis, unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.
Verwaltetes Vermögen leicht rückläufig
Trotz der starken Gewinndynamik sank das verwaltete Vermögen zum Ende des ersten Quartals leicht auf 13,89 Billionen US-Dollar. Zum Jahresende lag dieser Wert noch etwas höher. Der Rückgang spiegelt die volatile Marktphase im ersten Quartal wider, die von Verlusten bei den wichtigsten Aktienindizes geprägt war.
Auch im Bereich der Privatmärkte verzeichnete BlackRock Nettomittelzuflüsse von 9 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen hat seine Kapazitäten in diesem Segment zuletzt durch eine Reihe von Akquisitionen gezielt ausgebaut und positioniert sich damit als Vollsortimenter für institutionelle Investoren.
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Zur AktienanalyseBlackRock-Chef Larry Fink kommentierte die Ergebnisse mit Blick auf das aktuelle Marktumfeld: „Kapital ist in Bewegung, da Marktfundamentaldaten und Anbieterbeziehungen neu bewertet werden, und BlackRock ist die vertrauenswürdige Anlaufstelle." Die Aussage verdeutlicht, wie das Unternehmen von der aktuellen Unsicherheit an den Kapitalmärkten profitiert, indem Anleger verstärkt auf etablierte und große Vermögensverwalter setzen.
Für deutsche Privatanleger ist BlackRock vor allem durch seine iShares-ETFs bekannt, die zu den meistgehandelten börsengehandelten Indexfonds in Europa zählen. Das starke Quartalsergebnis zeigt, dass der Konzern trotz schwieriger Marktbedingungen seine führende Marktposition weiter festigt und von strukturellen Trends wie der wachsenden Nachfrage nach passiven Anlageprodukten profitiert.


