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BlackRock World Mining Trust: Goldanteil auf 42 Prozent gestiegen

Der BlackRock World Mining Trust setzt verstärkt auf Gold und Edelmetalle – mit bemerkenswerten Ergebnissen im Geschäftsjahr 2025.

BlackRock World Mining Trust: Goldanteil auf 42 Prozent gestiegen

Der BlackRock World Mining Trust hat im Jahr 2025 seinen Goldanteil deutlich ausgebaut. Zum 31. Dezember 2025 machte Gold mit 42,3% den größten Anteil am Fondsvermögen aus. Kupfer folgte mit 25,0%, Eisenerz mit 15,0%. Daneben bestehen kleinere Positionen in Stahl, Platin, Aluminium und weiteren Rohstoffen.

Besonders auffällig ist der Anstieg der Investitionen in Goldminenbetreiber: Ihr Anteil kletterte von 22% im Dezember 2024 auf fast 40% Ende 2025. Das Managementteam begründet dies mit einer positiven Einschätzung der Goldnachfrage sowie den verbesserten Aussichten für Goldminenbetreiber angesichts des jüngsten Anstiegs des Goldpreises. Rohstoffe entwickelten sich im Jahr 2025 allgemein gut, wobei Edelmetalle außergewöhnliche Renditen erzielten.

Strategie: Das „virtuelle Bergbauunternehmen"

Der Trust wird gemeinsam von Evy Hambro und Olivia Markham verwaltet. Hambro ist seit 1994 in der Branche tätig und arbeitete für Mercury Asset Management und Merrill Lynch, bevor diese 2006 mit BlackRock fusionierten. Er ist zudem Head of Global Thematic and Sector Investing sowie Leiter des Natural Resources Equity Teams. Markham wurde 2015 Co-Managerin und begann ihre Karriere bei BlackRock im Jahr 2011, nachdem sie zuvor das European Mining Team bei UBS geleitet hatte.

Hambro und Markham beschreiben ihren Ansatz als den Aufbau eines „virtuellen Bergbauunternehmens". Anstatt ausschließlich in große Bergbaukonzerne zu investieren, agieren sie flexibel über den gesamten Sektor hinweg. Sie konzentrieren sich auf bestimmte Unternehmen, wenn Angebot und Nachfrage zu ihren Gunsten stehen. Das Team investiert sowohl in diversifizierte Bergbauunternehmen als auch in Produzenten von Basismetallen, Edelmetallen und Massenrohstoffen.

Neben der traditionellen Finanzmodellierung führt das Team Minenbesichtigungen durch, trifft Managementteams und gibt regelmäßig Forschungsprojekte bei Drittanbietern in Auftrag. Minenbesichtigungen gelten in diesem Sektor als besonders wichtig, da Faktoren wie Gesundheits- und Sicherheitsstandards erhebliche Auswirkungen auf die Bewertung haben können. Beide Manager können zudem auf das breitere Natural Resources Team zurückgreifen, von dem sechs Mitglieder ausschließlich auf den Bergbau- und Goldsektor spezialisiert sind.

Portfolio und nicht börsennotierte Anlagen

Per Ende Dezember 2025 investierte der Trust rund 95% seines Vermögens in Bergbau- und Metallaktien. Die größte Position ist Vale, ein diversifizierter Bergbaukonzern, gefolgt von Barrick Mining als zweitgrößter Position und einem der führenden Goldproduzenten weltweit.

Rund 4% des Trusts sind in Royalties und nicht börsennotierten Anlagen investiert. Dazu gehören 2,1% in Wertpapieren, die an die Eisenerz- und Kupfererlöse von Vale gekoppelt sind, sowie Beteiligungen am Bergbau-Technologieunternehmen Jetti Resources und dem Kupferexplorationsunternehmen MCC Mining. Im Jahr 2025 verkaufte das Team seine BHP Brazil Royalty und erzielte dabei eine jährliche Rendite vor Steuern von 40%. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Maßstab für künftige Erträge.

Anleger sollten beachten, dass nicht börsennotierte Vermögenswerte ein höheres Risiko bergen und tendenziell schwieriger zu kaufen und zu verkaufen sind als börsennotierte Aktien. Zum 31. Dezember 2025 wies der Trust zudem ein Gearing von 4,7% auf – das bedeutet, der Trust nimmt Kredite auf, um zusätzlich zu investieren, was Verluste in einem fallenden Markt vergrößern kann.

Kosten, ESG und langfristige Performance

Die laufenden Kosten beliefen sich im Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2025 auf 1,05% – leicht über dem Vorjahreswert von 0,95%. Der Trust wurde im Dezember 1993 aufgelegt. Seit Hambro im September 2000 die Leitung übernahm, erzielte der Trust eine Rendite von 2.606% (Stand: Mai 2026). Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Leitfaden für die Zukunft.

In Bezug auf ESG betonen die Manager, dass Nachhaltigkeitserwägungen im Bergbau aufgrund der langen Investitionszyklen und der Bedeutung der gesellschaftlichen Akzeptanz – der sogenannten „Social License to Operate" – besonders relevant sind. BlackRock selbst steht jedoch in der Kritik: Die Unterstützung für ökologische und soziale Aktionärsanträge ist von rund 40% im Jahr 2021 auf weniger als 2% im Jahr 2025 gesunken. Das Unternehmen begründet dies damit, dass viele dieser Anträge zu präskriptiv seien oder den langfristigen Aktionärswert nicht fördern würden.

Der Trust zielt auf langfristige Erträge und Kapitalwachstum durch Investitionen in Bergbau- und Metallwerte weltweit ab. Da er auf einen einzelnen Sektor ausgerichtet ist, eignet er sich in der Regel nur als kleinerer Baustein in einem breit diversifizierten Portfolio. Investment-Trust-Anleger sollten zudem beachten, dass der Trust mit einem Abschlag oder Aufschlag auf seinen Nettoinventarwert gehandelt werden kann.

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