Blackstone, Brookfield und KKR: 16-Milliarden-Dollar-Pipeline-Deal in Kuwait
Kuwait verkauft eine 49-Prozent-Beteiligung an seinen Ölexport-Pipelines an drei globale Infrastrukturinvestoren.

Kuwait hat mit den US-amerikanischen Investmentgiganten Blackstone Inc., Brookfield Asset Management Ltd. und KKR & Co. ein milliardenschweres Infrastrukturgeschäft abgeschlossen. Das Volumen der Transaktion beläuft sich auf 16 Milliarden US-Dollar und betrifft die strategisch bedeutsamen Ölexport-Pipelines des Golfstaates. Dies geht aus einer Bloomberg vorliegenden Mitteilung hervor.
Die drei Unternehmen werden jeweils zu gleichen Teilen an einer 49-prozentigen Beteiligung an einem neu gegründeten Joint Venture beteiligt sein. Dieses Joint Venture wird die Nutzungsrechte für sämtliche Pipeline-Anlagen einer Tochtergesellschaft der staatlichen Kuwait Petroleum Corp. übernehmen. Das Verfahren basiert auf einem sogenannten Lease-and-Lease-Back-Modell, bei dem die Infrastruktur formal verkauft und anschließend zurückgepachtet wird.
Sofortige Einnahmen von 7,85 Milliarden Dollar
Für Kuwait ist das Geschäft vor allem aus fiskalischer Sicht bedeutsam. Die Transaktion soll dem Golfstaat unmittelbare Erlöse in Höhe von 7,85 Milliarden US-Dollar einbringen. Damit verschafft sich das Land frisches Kapital, ohne die operative Kontrolle über seine kritische Energieinfrastruktur vollständig aufzugeben.
Der Deal fällt in eine geopolitisch angespannte Phase für Kuwait. Der Golfstaat ist laut Bloomberg nahezu täglichen Angriffen aus dem Iran ausgesetzt. Dennoch – oder möglicherweise gerade deshalb – treibt Kuwait die Monetarisierung seiner Infrastrukturwerte voran, um finanzielle Handlungsspielräume zu sichern.
Attraktives Modell für Infrastrukturinvestoren
Das Lease-and-Lease-Back-Verfahren ist ein in der Infrastrukturfinanzierung bewährtes Instrument. Dabei überträgt der Eigentümer – in diesem Fall Kuwait – die Nutzungsrechte an einen Investor, pachtet die Anlage jedoch gleichzeitig zurück und behält so den operativen Zugriff. Für die Investoren bietet das Modell planbare, langfristige Cashflows, die typischerweise an Nutzungsgebühren oder Durchleitungsentgelte geknüpft sind.
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Zur AktienanalyseBlackstone, Brookfield und KKR gehören zu den weltweit größten Vermögensverwaltern mit einem Schwerpunkt auf alternativen Anlagen und Infrastruktur. Alle drei Häuser haben in den vergangenen Jahren ihre Engagements im Bereich Energie- und Transportinfrastruktur in Schwellen- und Entwicklungsländern deutlich ausgebaut. Der Kuwait-Deal unterstreicht das anhaltend starke Interesse institutioneller Investoren an realen Vermögenswerten im Nahen Osten.
Für deutsche Privatanleger ist der Deal ein weiteres Signal dafür, dass globale Infrastrukturinvestitionen – insbesondere im Energiebereich – weiterhin als attraktive Anlageklasse gelten. Die Beteiligung gleich dreier Schwergewichte der Branche an einem einzigen Projekt verdeutlicht zudem den Trend zur Risikostreuung bei Großtransaktionen dieser Art.


