Blackstone-Immobilienfonds erzielt 8,1% Rendite dank KI-Boom
Der Blackstone Real Estate Income Trust (Breit) verzeichnete 2025 mit 8,1% seine beste Performance seit drei Jahren. Rechenzentren-Investments treiben die Erholung des 54-Milliarden-Dollar-Fonds voran.

Der auf Privatanleger ausgerichtete Flaggschiff-Immobilienfonds von Blackstone hat nach schwierigen Jahren ein bemerkenswertes Comeback hingelegt. Der Blackstone Real Estate Income Trust (Breit) erzielte 2025 eine Gesamtrendite von 8,1 Prozent und verwaltete zum Jahresende Vermögenswerte von über 54 Milliarden Dollar. Im Vergleich dazu lag die Rendite 2024 bei nur 2 Prozent, während 2023 sogar ein Verlust von 0,5 Prozent verbucht werden musste.
Rechenzentren als Renditetreiber
Den entscheidenden Beitrag zur starken Performance leistete die Übernahme von QTS, einem der weltweit größten Betreiber von Rechenzentren. Blackstone hatte das Unternehmen 2021 gemeinsam mit zwei weiteren Fonds erworben. Seitdem ist der Wert von QTS deutlich gestiegen, getrieben durch die explodierende Nachfrage nach Rechenkapazität für künstliche Intelligenz und andere Technologieanwendungen.
Die KI-Revolution hat Rechenzentren zu einer der gefragtesten Immobilienklassen gemacht. Technologieunternehmen investieren Milliarden in die Infrastruktur, um den enormen Datenbedarf moderner KI-Systeme zu bewältigen.
Vom Krisenmodus zur Erholung
Die aktuelle Entwicklung steht in starkem Kontrast zur Situation Ende 2022 und 2023. Damals zwangen massive Anlegerabzüge den Fonds, Rücknahmen zu begrenzen. Fallende Immobilienwerte und steigende Zinsen hatten Investoren veranlasst, ihr Kapital in sicherere Geldmarktfonds umzuschichten, die erstmals seit Jahren wieder attraktive Renditen boten.
Auch andere nicht börsengehandelte Immobilienfonds für Privatanleger gerieten unter Druck. Der Starwood-Fonds Sreit musste beispielsweise strenge Beschränkungen für Abhebungen einführen. Breit ist jedoch mit Abstand der größte dieser sogenannten Nontraded Real-Estate Funds, die sich mit Mindestinvestitionen ab 2.500 Dollar an Privatanleger richten.
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Zur AktienanalyseDie Erholung des Breit-Fonds zeigt, wie wichtig die richtige Positionierung in wachstumsstarken Segmenten ist. Während traditionelle Gewerbeimmobilien weiterhin unter Strukturwandel und Homeoffice-Trends leiden, profitieren Spezialimmobilien wie Rechenzentren vom Megatrend Digitalisierung.
Für deutsche Privatanleger, die über internationale Plattformen Zugang zu solchen Produkten haben, bleibt jedoch Vorsicht geboten: Die eingeschränkte Liquidität während der Krise 2022/2023 hat gezeigt, dass nicht börsengehandelte Immobilienfonds in Stressphasen problematisch werden können.


