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Blackstone sammelt 13,1 Milliarden Dollar für Asien-Fonds ein

Der US-Vermögensverwalter übertrifft sein Ziel deutlich und verdoppelt die Größe seines Vorgängerfonds – ein Rekord in der Firmengeschichte.

Blackstone sammelt 13,1 Milliarden Dollar für Asien-Fonds ein

Blackstone hat seinen dritten Asien-fokussierten Private-Equity-Fonds erfolgreich geschlossen. Der „Blackstone Capital Partners Asia III" sammelte insgesamt 13,1 Milliarden US-Dollar ein – deutlich mehr als das ursprüngliche Ziel von 10 Milliarden Dollar. Damit ist der Fonds mehr als doppelt so groß wie sein Vorgänger und stellt den größten Asien-Fonds in der Geschichte von Blackstone dar.

Das Ergebnis ist bemerkenswert, denn die Private-Equity-Branche kämpft derzeit mit erheblichem Gegenwind. Hohe Zinsen und geopolitische Instabilität haben die Kapitalzuflüsse in Asien-fokussierte Fonds laut Daten von Bain & Company im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt gedrückt. Dennoch zeigt Blackstones Erfolg, dass institutionelle Investoren und vermögende Privatanleger die Region zunehmend als Diversifikationsmöglichkeit gegenüber US-Marktrisiken wie hohen Bewertungen und anhaltender Inflation betrachten.

Joe Baratta, globaler Leiter der Private-Equity-Strategien bei Blackstone, bezeichnete die Asien-Pazifik-Region als den am schnellsten wachsenden Markt der Welt und hob „überzeugende Möglichkeiten, im großen Maßstab in unsere Überzeugungsthemen zu investieren" hervor. Amit Dixit, Blackstones Leiter für Private Equity in Asien, führte den Fundraising-Erfolg auf eine „kontrollorientierte Strategie" zurück, die den Ansatz des Unternehmens von Wettbewerbern in einem hart umkämpften Markt abhebe.

Investitionsschwerpunkte Indien und Japan

Blackstone hat in den vergangenen 24 Monaten mehr als 7 Milliarden Dollar in 12 Deals in der Region investiert. Der Fokus liegt dabei klar auf Indien und Japan, die von globalen Vermögensverwaltern als verlässliche Quellen für Buyout- und Wachstumschancen angesehen werden. Zu den jüngsten Investitionen zählen:

Neysa:

Eine indische KI-Cloud-Plattform

TechnoPro:

Ein japanischer Anbieter von Ingenieurdienstleistungen

JUNO:

Eine südkoreanische Friseursalon-Franchise-Kette

Neben der Kapitalanlage hat Blackstone in den letzten zwei Jahren auch 15 Exits in der Region erfolgreich abgeschlossen. Dazu gehören die Börsengänge des International Gemological Institute und von Aadhar Housing Finance in Indien sowie der Verkauf von Alinamin Pharmaceutical in Japan. Diese Exits wurden durch eine Erholung der öffentlichen Märkte begünstigt.

Starker Wettbewerb um Asien-Kapital

Blackstone ist nicht der einzige globale Vermögensverwalter, der aggressiv in Asien expandiert. Das schwedische Unternehmen EQT AB hat kürzlich 15,6 Milliarden Dollar für seinen eigenen Asien-Buyout-Fonds eingesammelt – derzeit der größte in der Region. Bain Capital erzielte rund 10,5 Milliarden Dollar für seinen sechsten panasiatischen Buyout-Fonds. KKR & Co., das 2021 mit 15 Milliarden Dollar den bisherigen Rekord für den größten panasiatischen Fonds hielt, soll sich Berichten zufolge ebenfalls mit einem ähnlich großen Vehikel im Markt befinden.

Die Erfolge dieser Branchengrößen deuten auf eine Zweiteilung des Private-Equity-Marktes hin. Während viele Fonds beim Fundraising kämpfen, profitieren etablierte Häuser mit nachgewiesener Erfolgsbilanz und klaren Strategien von einer konzentrierten Nachfrage institutioneller Investoren. Blackstone hat mit seiner Fähigkeit, aktives Deal-Making mit konsequenten Exits zu verbinden, seine Position als dominante Kraft in der asiatischen Private-Equity-Landschaft weiter gefestigt.

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