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Blackstone und BlackRock: Warum Private Credit sie nicht erschüttert

Trotz steigender Rücknahmeanträge bei Private-Credit-Fonds bleiben beide Vermögensverwalter strukturell robust aufgestellt.

Blackstone und BlackRock: Warum Private Credit sie nicht erschüttert

Blackstone und BlackRock sehen sich einem wachsenden Druck im Bereich Private Credit ausgesetzt. Im ersten Quartal 2025 verzeichneten beide Fondsriesen einen sprunghaften Anstieg der Rücknahmeanträge für ihre Flaggschiff-Fonds in nicht börsennotierten Private-Credit-Anlagen – jenen Produkten, die sich gezielt an wohlhabende Privatanleger richten.

Die Negativstimmung rund um Private Credit ist derzeit kaum aufzuhalten. Institutionelle wie private Anleger überdenken ihre Allokationen in diesem Segment, das in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und nun erstmals ernsthaftem Gegenwind ausgesetzt ist.

Breite Aufstellung schützt vor Klumpenrisiken

Was in der öffentlichen Debatte jedoch weitgehend untergeht: Private Credit ist für beide Häuser bei weitem nicht das einzige Geschäftsfeld. Blackstone verwaltet darüber hinaus massive Portfolios in Immobilien, Infrastruktur und Hedgefonds. BlackRock wiederum ist als weltgrößter Vermögensverwalter mit einem breiten ETF- und institutionellen Geschäft diversifiziert aufgestellt.

Diese Diversifikation ist der entscheidende Puffer. Während einzelne Produktkategorien unter Mittelabflüssen leiden können, stabilisieren andere Segmente die Gesamteinnahmen beider Konzerne. Für Anleger bedeutet das: Die Aktien von Blackstone (BX) und BlackRock (BLK) sind nicht gleichzusetzen mit einem Direktinvestment in Private Credit.

Private Credit – also direkte Unternehmenskredite außerhalb des klassischen Bankensystems – hat sich in den letzten Jahren als beliebte Anlageklasse etabliert. Hohe Renditen und geringe Korrelation zu Aktienmärkten lockten sowohl institutionelle als auch vermögende Privatanleger an. Doch steigende Zinsen und wachsende Ausfallrisiken bei Unternehmenskrediten trüben das Bild zunehmend ein.

Rücknahmewelle als Stresstest für die Branche

Der Anstieg der Rücknahmeanträge im ersten Quartal gilt als Stresstest für die gesamte Branche. Nicht börsennotierte Kreditfonds, sogenannte BDCs (Business Development Companies) und ähnliche Vehikel, bieten nur begrenzte Liquidität – was bei erhöhten Rücknahmen zu strukturellen Problemen führen kann.

Sowohl Blackstone als auch BlackRock verfügen jedoch über die Kapitalbasis und das Managementwerkzeug, um solche Phasen zu überbrücken. Beide Häuser haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Marktverwerfungen als Chance nutzen können, um Marktanteile von kleineren Wettbewerbern zu gewinnen.

Für deutsche Privatanleger, die in entsprechende Produkte oder die Aktien der beiden Konzerne investiert sind, bleibt die Botschaft klar: Die kurzfristige Volatilität im Private-Credit-Segment sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Blackstone und BlackRock strukturell breit genug aufgestellt sind, um diesen Sturm zu überstehen.

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