Blue Origin plant neu gestaltete Startrampe nach New-Glenn-Explosion
Nach der Explosion einer New-Glenn-Rakete beim Hot-Fire-Test setzt Blue Origin auf einen Neustart mit überarbeiteter Startrampe bis Ende 2026.

Blue Origin wird die bei einer Explosion beschädigte Startrampe nicht in ihrer ursprünglichen Form wiederaufbauen. Das gab CEO Dave Limp bekannt und kündigte stattdessen eine neu gestaltete Anlage an, um den Flugbetrieb noch in diesem Jahr wieder aufnehmen zu können. Das Unternehmen strebt damit einen Erstflug bis Ende 2026 an.
Der Vorfall ereignete sich am 28. Mai auf dem Startgelände von Blue Origin in Florida. Beim sogenannten „Hot-Fire"-Test – einem Triebwerkszündungstest am Boden – explodierte die massive New-Glenn-Rakete in einem Feuerball. Solche Tests dienen normalerweise dazu, die Triebwerke unter realen Bedingungen zu überprüfen, ohne dass die Rakete tatsächlich abheben soll.
New Glenn: Herzstück im Wettbewerb mit SpaceX
Die New-Glenn-Rakete ist für Blue Origin von zentraler strategischer Bedeutung. Das von Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Leben gerufene Raumfahrtunternehmen setzt auf die Großrakete, um im hart umkämpften Markt für Startdienste mit Elon Musks SpaceX mithalten zu können. SpaceX hat sich mit seinen wiederverwendbaren Raketen in den vergangenen Jahren eine dominante Marktstellung erarbeitet und gilt als Maßstab in der kommerziellen Raumfahrt.
Blue Origin steht damit vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits muss das Unternehmen die technischen Ursachen der Explosion aufklären und beheben, andererseits soll die Startrampe in einer verbesserten Version neu errichtet werden. CEO Limp machte deutlich, dass man den Rückschlag nicht als bloße Reparaturaufgabe betrachtet, sondern als Gelegenheit, die Infrastruktur grundlegend zu überarbeiten.
Wiederverwendbarkeit als Schlüssel im Raumfahrtmarkt
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Zur AktienanalyseDer Wettbewerb zwischen Blue Origin und SpaceX dreht sich wesentlich um die Fähigkeit, Raketen wiederverwendbar zu machen und damit die Startkosten drastisch zu senken. SpaceX hat mit seiner Falcon-9-Rakete und dem Starship-Programm Maßstäbe gesetzt, die die gesamte Branche unter Druck setzen. Für Blue Origin ist die New Glenn daher nicht nur ein technisches Projekt, sondern ein entscheidender Schritt, um als ernstzunehmender Konkurrent wahrgenommen zu werden.
Ob der angestrebte Zeitplan bis Ende 2026 realistisch ist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell der Umbau der Startrampe abgeschlossen werden kann und ob weitere technische Probleme auftreten. Die Raumfahrtbranche beobachtet die Entwicklungen bei Blue Origin genau – ein erfolgreicher Neustart wäre ein wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.


