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Blue Origin: Startrampen-Reparatur nach Explosion dauert Jahre

Nach der Explosion der New-Glenn-Rakete beim Triebwerkstest warnt NASA-Chef Isaacman vor einem langen Reparaturweg bis möglicherweise 2028.

Blue Origin: Startrampen-Reparatur nach Explosion dauert Jahre

Die Schäden an der Startrampe von Blue Origin nach der spektakulären Explosion der New-Glenn-Rakete sind gravierender als zunächst erwartet. NASA-Administrator Jared Isaacman erklärte am Montag gegenüber dem US-Sender CNBC, dass die Reparaturarbeiten „erhebliche Zeit" in Anspruch nehmen werden. Ein Abschluss der Arbeiten bis zum Jahr 2028 liege dabei „im Bereich des Möglichen".

Isaacman äußerte sich auf dem CEO Council Summit von CNBC zu den Folgen des Unglücks. Seine Aussagen unterstreichen das Ausmaß der Schäden, die das Unternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos nun bewältigen muss. Ein konkreter Zeitplan für die Wiederaufnahme des Betriebs wurde bislang nicht genannt.

Die Explosion der New-Glenn-Rakete

Das Unglück ereignete sich am vergangenen Donnerstag, als die leistungsstarke zweistufige New-Glenn-Rakete in einem gewaltigen Feuerball aufging. Das Trägersystem war zu diesem Zeitpunkt für einen routinemäßigen statischen „Hot-Fire"-Test am Startturm verankert – eine Testprozedur, bei der die Triebwerke gezündet werden, während die Rakete am Boden befestigt bleibt.

Solche statischen Triebwerkstests sind in der Raumfahrtindustrie ein Standardverfahren, um die Funktionsfähigkeit von Antriebssystemen vor einem echten Start zu überprüfen. Dass dabei eine derart verheerende Explosion auftritt, ist jedoch äußerst selten und stellt einen schweren Rückschlag für Blue Origin dar.

Bedeutung für Blue Origins Raumfahrtprogramm

Die New Glenn ist das bislang größte und leistungsstärkste Raketensystem von Blue Origin. Das zweistufige Trägersystem wurde entwickelt, um schwere Nutzlasten in den Erdorbit zu befördern und soll eine zentrale Rolle in den Ambitionen des Unternehmens im kommerziellen Raumfahrtmarkt spielen. Ein möglicher Ausfall der Startinfrastruktur bis 2028 würde das Programm erheblich verzögern.

Für die NASA ist die Situation ebenfalls relevant, da die Behörde auf eine vielfältige Trägerraketen-Landschaft angewiesen ist. NASA-Administrator Isaacman verfolgt die Entwicklungen bei Blue Origin daher aufmerksam. Seine öffentlichen Kommentare zum Zeitrahmen der Reparaturen signalisieren, dass die Behörde die Lage ernst nimmt.

Die Raumfahrtbranche wartet nun gespannt auf offizielle Stellungnahmen von Blue Origin selbst, die bislang noch keine detaillierten Angaben zum Schadensausmaß oder zu einem Wiederaufnahmeplan veröffentlicht hat. Der Vorfall dürfte die Wettbewerbssituation im kommerziellen Raketenmarkt – insbesondere gegenüber SpaceX und dessen Falcon-9-Plattform – zumindest kurzfristig weiter verschieben.

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