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Blue Owl Capital verhandelt über NBA-Einstieg bei Cleveland Cavaliers

Der Private-Equity-Riese Blue Owl Capital will eine Minderheitsbeteiligung an den Cleveland Cavaliers erwerben – über seinen Sportfonds Dyal HomeCourt Partners.

Blue Owl Capital verhandelt über NBA-Einstieg bei Cleveland Cavaliers

Blue Owl Capital Inc. befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen über den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an den Cleveland Cavaliers aus der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA. Das berichtet Bloomberg News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die geplante Transaktion würde über den Dyal HomeCourt Partners Fonds der Private-Equity-Gesellschaft abgewickelt.

Die angestrebte Beteiligung soll sich laut einer mit der Situation vertrauten Person zwischen 5% und 10% bewegen. Das Sportbewertungsportal Sportico taxiert den Franchise-Wert der Cleveland Cavaliers auf 3,95 Milliarden US-Dollar. Damit wäre Blue Owls Investition – je nach finalem Anteil – auf einen Betrag zwischen rund 198 Millionen und 395 Millionen US-Dollar zu beziffern. Sowohl Blue Owl als auch die Cavaliers lehnten eine offizielle Stellungnahme ab.

Dyal HomeCourt Partners: Erfahrener Sportinvestor

Der Dyal HomeCourt Partners Fonds ist kein Neuling im Profi-Sportgeschäft. Das Vehikel hat bereits Minderheitsbeteiligungen an mehreren NBA-Franchises erworben: den Atlanta Hawks, den Sacramento Kings sowie den Minnesota Timberwolves. Mit einem möglichen Einstieg bei den Cavaliers würde das Portfolio auf vier NBA-Teams anwachsen.

Diese Strategie spiegelt einen breiteren Trend wider: Institutionelle Investoren und Private-Equity-Gesellschaften drängen zunehmend in den Profisport. Die NBA hatte 2023 die Regeln für institutionelle Investoren gelockert und erlaubt seitdem bestimmten Fonds, Minderheitsbeteiligungen an mehreren Teams gleichzeitig zu halten – eine Voraussetzung, die Dyal HomeCourt Partners erst ermöglicht, ein solches Portfolio aufzubauen.

Milliardenschwerer Markt NBA-Franchises

Die Cleveland Cavaliers gehören zu den etablierten Franchises der NBA. Der Klub aus dem US-Bundesstaat Ohio gewann 2016 die NBA-Meisterschaft – ein historischer Triumph, der die Region nach 52 Jahren ohne Titel-Erfolg in einen Ausnahmezustand versetzte. Mit einem aktuellen Schätzwert von 3,95 Milliarden US-Dollar zählen die Cavaliers zu den wertvolleren Teams der Liga.

Der Markt für NBA-Franchise-Anteile hat in den vergangenen Jahren erheblich an Dynamik gewonnen. Steigende Medienrechte-Einnahmen, wachsende internationale Reichweite und neue Investorenregeln machen NBA-Beteiligungen für institutionelle Anleger zunehmend attraktiv. Private-Equity-Fonds sehen in Sportfranchises eine Anlageklasse mit stabilen Cashflows und langfristigem Wertsteigerungspotenzial.

Für Blue Owl Capital, eines der größten alternativen Asset-Management-Unternehmen der USA, wäre der Einstieg bei den Cavaliers ein weiterer Schritt zur Diversifizierung des Portfolios im Bereich Sportinvestitionen. Ob und wann die Transaktion offiziell abgeschlossen wird, ist derzeit noch offen. Die Gespräche befinden sich laut Bloomberg jedoch bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

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