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BMW plant Stellenabbau nach dritter Gewinnwarnung in Folge

Nach erneuter Gewinnwarnung bereitet BMW Gespräche mit der Belegschaft vor – bis zu 7.700 Stellen könnten wegfallen.

BMW plant Stellenabbau nach dritter Gewinnwarnung in Folge

BMW hat erneut eine Gewinnwarnung herausgegeben – es ist bereits die dritte innerhalb von drei Jahren. Als Hauptursachen nennt der Münchner Automobilkonzern die anhaltende Schwäche auf dem chinesischen Markt sowie den Kostendruck infolge des Iran-Krieges. Die BMW-Aktie reagierte auf die Bekanntgabe mit einem Absturz auf ein Fast-Sechs-Jahres-Tief.

Der neue CEO Milan Nedeljkovic kündigte an, die strukturellen Kostensenkungen zu intensivieren. Er verwies dabei auf einen daraus resultierenden Einmaleffekt in der zweiten Jahreshälfte 2026. Das Unternehmen befindet sich damit in einer Phase tiefgreifender strategischer Neuausrichtung.

Bis zu 7.700 Stellen könnten wegfallen

BMW erwartet derzeit eine Reduzierung seiner weltweiten Belegschaft um bis zu 5 Prozent bis Ende 2026. Bei knapp 155.000 Mitarbeitern würde dies den Wegfall von bis zu 7.700 Arbeitsplätzen bedeuten. Ein Unternehmenssprecher betonte jedoch, dass diese Reduzierungen weiterhin durch natürliche Fluktuation und nicht durch betriebsbedingte Kündigungen erfolgen sollen.

Der Betriebsrat reagierte zurückhaltend auf die Ankündigungen. „Wir arbeiten zunächst an tragfähigen Lösungen, im Dialog und mit Verantwortungsbewusstsein gegenüber unseren Mitarbeitern", sagte ein Sprecher des Betriebsrats in einer E-Mail-Antwort an Reuters. Weitere Details nannte er nicht.

Analysten erklärten nach einer Telefonkonferenz mit dem BMW-Management, dass der Konzern Stellen in Europa streichen und die Bemühungen zur Lokalisierung der Produktion in Nordamerika und China beschleunigen könnte. Dies würde eine deutliche Verschiebung der Produktionsstruktur bedeuten – weg von europäischen Standorten, hin zu den jeweiligen Absatzmärkten.

BMW im Vergleich zur deutschen Konkurrenz

Im Gegensatz zu den deutschen Herstellern Volkswagen und Mercedes-Benz hat BMW bislang noch keine umfassenden Entlassungsprogramme angekündigt. Die Gesamtzahl der Beschäftigten sank im Jahr 2025 bereits leicht – ein Trend, der sich laut Unternehmensangaben in diesem Jahr voraussichtlich fortsetzen wird.

Die wiederholten Gewinnwarnungen verdeutlichen den strukturellen Druck, unter dem die gesamte deutsche Automobilindustrie steht. China, der weltweit größte Automobilmarkt, schwächelt seit Längerem – und trifft damit die deutschen Premiumhersteller besonders hart, da sie dort traditionell einen Großteil ihrer Gewinne erwirtschaften. BMW steht nun vor der Herausforderung, Kosten zu senken und gleichzeitig die Belegschaft sozialverträglich zu reduzieren – ein Balanceakt, der die kommenden Monate prägen dürfte.

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