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BMW warnt vor weiterem Gewinnrückgang durch US-Zölle 2026

Der Münchener Automobilhersteller rechnet mit erheblichem Gegenwind durch Importzölle und sinkenden Margen.

BMW warnt vor weiterem Gewinnrückgang durch US-Zölle 2026

BMW erwartet für das laufende Jahr 2026 einen spürbaren Rückgang beim Vorsteuergewinn. Der Münchener Premiumhersteller prognostiziert einen Rückgang des Konzernergebnisses vor Steuern um 5 bis 9,9 Prozent – nach einem bereits schwachen Jahr 2025, in dem das Ergebnis um 6,7 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro gefallen war.

Besonders die EBIT-Marge im Segment Automobile gerät unter Druck. BMW erwartet hier für 2026 eine Marge zwischen 4 und 6 Prozent, nachdem sie 2025 noch bei 5,3 Prozent lag. Höhere Zölle belasten die Marge dabei allein um rund 1,25 Prozentpunkte.

Bei den Auslieferungen plant BMW, das Niveau von 2025 zu halten – einem Jahr, das bereits von einem deutlichen Absatzrückgang im wichtigen Kernmarkt China geprägt war. Eine Erholung der Verkaufszahlen ist damit vorerst nicht in Sicht.

Spartanburg als Puffer, Mini als Problemfall

Die starke Produktionspräsenz in den USA federt die Auswirkungen der US-Importzölle zumindest teilweise ab. BMW betreibt in Spartanburg, South Carolina, sein weltweit größtes Werk, von dem aus zahlreiche SUV-Modelle in alle Welt exportiert werden.

Allerdings sieht sich BMW auch mit EU-Strafzöllen auf seinen elektrischen Mini konfrontiert, der in China gefertigt wird. Diese Doppelbelastung durch Handelskonflikte auf beiden Seiten des Atlantiks macht die Lage für den Konzern besonders herausfordernd.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie stark die globalen Handelsspannungen auf die deutsche Automobilindustrie durchschlagen. BMW steht damit exemplarisch für die Branche, die zwischen geopolitischen Zollkonflikten, dem schwächelnden China-Geschäft und dem Umbau zur Elektromobilität navigieren muss.

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